Jetzt zählt für SSC-Damen nur noch ein Sieg

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29. April 2009, 06:58 Uhr

Schwerin/Vilsbiburg - Alles Mitfiebern half nichts. Die Volleyballerinnen des Schweriner SC müssen am Sonnabend in heimischer Halle ab 18 Uhr den starken Aufsteiger Allianz Volley Stuttgart schlagen, ansonsten ist der Meisterschaftstraum geplatzt. Gestern Abend fanden sich Sponsoren und ein Teil der Mannschaft des SSC im Vip-Raum der Volleyballhalle ein, um live bei sportdigital.tv das Bundesliga-Spiel der Roten Raben Vilsbiburg gegen VT Aurubis Hamburg zu sehen. Nach großem Kampf gewannen die Niederbayern in eigener Halle mit 3:1 (23, -21, 22, 29).

Damit sind die Raben weiter nur zwei Punkte hinter dem Schweriner SC, haben aber das wesentlich bessere Satzverhältnis, sodass die Mannschaft von SSC-Trainer Edwin Benne unbedingt einen Sieg – egal wie – gegen die Schwaben einfahren muss. Bei einer Niederlage Vilsbiburgs hätte die Ausgangsposition deutlich besser ausgesehen.

Dann wären die Raben weg gewesen und Schwerin hätte nur noch gegen den Aufsteiger einen Satz gewinnen müssen, um die Meisterschale in die Stadt der Bundesgartenschau zu holen. Denn dann hätte nur noch Dresden den Benne-Schützlingen gefährlich werden können. Denn beide könnten noch auf dasselbe Satzverhältnis von plus 35 kommen. Und dann lägen die Sachsen aufgrund der mehr gewonnenen Sätze vor dem SSC. Das wäre aber nur der Fall, wenn Dresden 3:0 gegen Sonthofen gewinnt und Schwerin 0:3 gegen Stuttgart verliert. Letzteres gehört aber eher ins Reich der Fabel.

Das ist jetzt alles Makulatur. „So ist das ja schöner, mit einem Sieg vor eigenem Publkum aus eigener Kraft die Meisterschaft zu gewinnen“, sagte gestern SSC-Angreiferin Maja Pachale. Mit einem Sieg von Hamburg hatte auch kaum einer gerechnet. „Aber sie haben es richtig spannend gemacht“, so die 29-Jährige.

In der Tat. Das Team von Trainer Helmut von Soosten verlangte den Gastgebern alles ab. Hamburg stand besonders gut im Block und in der Abwehr. Allerdings schwächelte die Annahme etwas. Im Vip-Raum der Schweriner Volleyballhalle wurde jeder spektakuläre Punkt der Hamburger – davon gab es einige – bejubelt.

Nachdem VT Aurubis zum 1:1-Satzausgleich kam, stieg die Spannung bei den Schwerinern, die unbedingt einen Tiebreak erleben wollten. Doch die Roten Raben hielten im vierten Satz mit allem dagegen, was sie aufzubieten hatten. Die Schlussphase war fast schon dramatisch. Die Gastgeber wehrten drei Satzbälle ab. Ihrerseits konnten sie erst den vierten versenken. „Jetzt kommt es Samstag zum Finale. Das wollten wir unbedingt. Ich grüße noch Maja“, sagte Vilsbiburgs Angreiferin Regina Burchardt im Fernsehinterview. Mit Maja war die Schwerinerin Pachale gemeint, die vergangene Saison noch bei den Raben gespielt hat. „Ich werde sie anrufen und zurückgrüßen.“

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