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21. August 2017 | 17:58 Uhr

Jeder Zehnte hat ein Tattoo

vom

Mindestens jeder zehnte Mensch in Europa hat inzwischen ein Tattoo, von den Jugendlichen sogar jeder vierte. Umfragen zufolge bereut allerdings jeder dritte Tattoo-Träger irgendwann seinen permanenten Hautschmuck. Entfernungen liegen daher im Trend, wie auch die Hautklinik der Universität Rostock bestätigt. Das ist allerdings weitaus aufwändiger als das Stechen selbst – und oft auch schmerzhafter und teurer.

Die am häufigsten angewendete Methode ist die Laserbehandlung. Der Laser erzeugt eine kleine Explosion, die den Farbstoff zersprengt. Die Partikel werden dann überwiegend innerhalb des Körpers abtransportiert. Wie gut sich ein Tattoo entfernen lässt und wie viele Sitzungen notwendig sind, hängt unter anderem vom Farbton und der Einstichtiefe ab. Schwarze und dunkelblaue Tätowierungen lassen sich laut Dermatologen einfacher entfernen als vielfarbige. Eine Garantie für ein vollständiges Verschwinden gibt es demnach nicht.

Das Risiko der Narbenbildung ist den Angaben zufolge gering. Es kann aber zu Rötungen und gelegentlich zu Blasenbildungen oder Depigmentierungen kommen. Die weißen Hautstellen bleiben dann eine Zeit lang sichtbar.
Die Kosten einer Tattoo-Entfernung per Laser richten sich nach der Anzahl und Länge der Behandlungen. Da fast immer mehrere Sitzungen benötigt werden, kann die Entfernung schnell einige Tausend Euro kosten.
Als Alternative zur Laserbehandlung werden unter anderem Verfahren mit flüssigen Tattoo-Entfernern angeboten, die in der Regel Milchsäure in hoher Konzentration enthalten. Das ist jedoch umstritten. So warnt das Bundesamt für Risikobewertung vor den flüssigen Entfernern, da es sich um eine stark hautreizende Substanz handelt. Außerdem wurden Fälle von starker Narbenbildung bekannt.

Ebenso wie für das Tätowieren gibt es auch für das Entfernen keine eindeutigen Regelungen. Es wird daher empfohlen, medizinische Spezialisten aufzusuchen.

Adressen von Hautärzten, die sich auf Lasern spezialisiert haben, gibt es beispielsweise auf der Internetseite der Deutschen Dermatologischen
Lasergesellschaft (DDL) unter: www.ddl.de.
Ebenfalls im Internet findet sich eine Liste mit Ärzten, die den Greifs-
walder Weiterbildungsstudiengang DALM (Diploma in Aesthetic Laser Medicine) absolviert haben: www.laserstudium.com.hoff

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erstellt am 17.Dez.2011 | 03:56 Uhr

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