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23. November 2017 | 14:27 Uhr

Jeder sollte zum Tüv

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2012 | 08:11 Uhr

Es klingt wie Diskriminierung: Führerschein-Tüv für Senioren. Nicht nur die Autos sollen regelmäßig geprüft werden, sondern auch die Menschen hinter dem Steuer. Verständlich, dass da gerade ältere Fahrerinnen und Fahrer dem Vorschlag mit Skepsis und Ablehnung begegnen.

Gesundheits-Check alle 15 Jahre? Da fürchten gerade Senioren, dass man sie aus dem Verkehr ziehen will. Führerschein-Rückgabe bei Renteneintritt – ein absurder Gedanke. Doch weshalb nicht eine regelmäßige Prüfung der Fahrtüchtigkeit für alle? Alle 15 Jahre, wenn in Zukunft der Führerschein abläuft, ein Seh- und Hörtest. So könnten womöglich Leben gerettet, die Sicherheit erhöht werden. Für Berufskraftfahrer sind solche Checks eine Selbstverständlichkeit. Wer mit dem Automobil unterwegs ist, trägt Verantwortung nicht nur für sein Leben, sondern auch für die der anderen Verkehrsteilnehmer. Und nicht jeder erkennt ein Handicap für die Fähigkeit, ein Auto zu lenken, manch einer will es womöglich auch nicht erkennen.

Wenn ab kommendem Jahr die Gültigkeit des dann in der Europäischen Union einheitlichen Führerscheins auf 15 Jahre begrenzt wird, wäre dies der richtige Anlass, um die von Brüssel empfohlenen Gesundheitstests gleich mit einzuführen. Natürlich wären damit Kosten und ein wenig mehr Bürokratie verbunden, aber auch ein höheres Maß an Sicherheit auf den Straßen.


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