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24. November 2017 | 14:19 Uhr

Jeder muss die Handgriffe beherrschen

vom

svz.de von
erstellt am 15.Apr.2013 | 10:49 Uhr

Dicker Qualm lässt einen schon im Treppenhaus die Hand vor Augen nicht mehr erkennen. Unter schwerem Atemschutz versuchen die Kameraden, zum Brandherd vorzudringen - ein Szenario, wie es tagtäglich passieren kann, "denn die Brandeinsätze haben zugenommen", betont Ralf Arnold. Er leitet die Grundausbildung in der Perleberger Stadtwehr. Und die war am Samstag Gastgeber für die Truppmannausbildung im Rahmen des Regionalen Wachstumskerns Prignitz (RWK). Für die Kameraden der Wehren Wittenberge, Karstädt und Perleberg ist dieser Verbund eigentlich allgegenwärtig, denn immer öfter werden sie gemeinsam zu Einsätzen gerufen. "Da ist es schon wichtig, dass jeder auch die Technik des anderen zumindest kennt, weiß mit ihr umzugehen. Ein Umstand, der insbesondere auch unter der Woche ins Gewicht fällt, wo meist weniger Leute zur Verfügung stehen und so zusammen mit anderen Wehren agiert wird", ergänzt Andreas Kunkel-Pohl von der Karstädter Wehr. Er gehört Samstag zu den zehn Kameraden, die das Einmaleins der Feuerwehrausbildung in Aktion trainieren, hautnah erleben, was die anderen für Technik haben und wie was gehandhabt wird.

Sich untereinander kennen zu lernen und miteinander zu arbeiten, dass sei der Zweck dieser gemeinsamen Truppmannausbildung. Zweimal im Jahr treffen sich die drei Wehren dazu, immer ist eine andere Gastgeber. Im Herbst sind es wieder Wittenberger Kameraden. Da geht es um technische Hilfeleistung, ist von Norbert Boris, Leiter Grundausbildung in der FFw Wittenberge, zu erfahren. Da nicht jede Wehr Schneid- und Spreizzeug an Bord hat, ist es nicht nur interessant, sondern auch wichtig, dass die Kameraden die Technik in Aktion sehen. An dem leeren Gebäude am ehemaligen Aldi-Parkplatz, für das die GWG dankenswerter Weise den Zutritt gewährte, was nicht selbstverständlich sei, wie die Kameraden betonen, wurde die Taktik des Innenangriffs trainiert. Da im Ernstfall nicht immer der Weg durch die Tür möglich ist, wurde der Einsatz von Steckleitern geübt. "Mit diesen ist man wesentlich schneller, kann bereits helfen bzw. mit der Brandbekämpfung beginnen, während die Drehleiter erst anrollt. Denn über eine solche verfügt eben nicht jede Wehr und auch nicht überall kann eine solche, geschuldet den räumlichen Gegebenheiten, eingesetzt werden", erläutert Ralf Arnold.

Dann wird es ernst: An der Hauswand empor wird Element für Element eine Leiterverbindung hergestellt. Ein Kraftakt, der zudem Geschicklichkeit und Balance verlangt.

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