18. Juni: Der Weg ist vorgezeichnet : Italien - mit Glück zu alter Klasse?

Geschichte wiederholt sich. Auch im Fußball. Zumindest wenn die italienische Nationalmannschaft beteiligt ist. Wenn die These ihres ganz speziellen Erfolgsweges zutrifft, dann kann der neue Europameister nur Italien heißen.

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18. Juni 2008, 10:58 Uhr

Erinnern wir uns, und lassen dabei die Urzeiten der Historie, den seligen Amateur-Fußball, fairerweise unter den Tisch fallen. Italien ist immer dann Welt- oder Europameister geworden, wenn es eigentlich nicht so richtig zu laufen schien.Zum Beispiel 1982: Drei ganz dürftige Unentschieden in der Gruppenphase gegen die Außenseiter Polen, Kamerun, Peru, und nur das minimal bessere Torverhältnis half gegen Kamerun zum Weiterkommen. Danach von Spiel zu Spiel eine Steigerung mit der Leistungs-Explosion im Finale gegen Deutschland.Zum Beispiel 2006: Italien sichert sich zwar den Gruppensieg, quält sich aber gegen die Amerikaner zu einem dürftigen 1:1 und wird im Achtelfinale gegen Hiddinks Australien von einem wohl gesonnenen Schiedsrichter begünstigt. Am Ende holen die Italiener souverän und verdient den Titel.Zum Beispiel der bisher einzige EM-Titel 1968: Zwei Spiele, zweimal Verlängerung. Erst war das Losglück hold (das gab es damals noch); im Finale mußte nach einem zweistündigen 1:1 eine Wiederholung her, die die Italiener gegen das damalige Jugoslawien für sich entschieden.Und jetzt diese an sich enttäuschende Vorrunde: Eigentlich gedanklich schon im Flugzeug zurück in die Heimat, springt Buffon kurz vor dem Abpfiff Mutus Elfmeterschuss von der Hand an den Fuß; dann im "kleinen Finale" begünstigt durch Riberys schlimme Verletzung und danach Abidals frühen Ausschluß.Das Glück scheint mal wieder mit Italien zu sein, und an diesem Glück kann die Squadra genesen und zu alter Klasse zurück finden. Vielleicht nimmt sich das deutsche Team diese Version eines Erfolgsweges zu Herzen und trumpft ab sofort "italienisch" auf...

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