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23. Oktober 2017 | 19:19 Uhr

Ist doch kein Weltuntergang?

vom

svz.de von
erstellt am 21.Dez.2012 | 07:59 Uhr

Sie hätte auch mit einem großen Knall explodieren können, unsere Welt oder sich einmal schneller drehen und dabei alles, was ihr im Pelz hockt, herunterschleudern können. Sie hätte sich eine wilde Flut herausnehmen können und dabei alles Leben vom Land ins Meer spülen und alles Leben aus dem Meer an Land.

So ein Weltuntergang kann viele Gesichter haben. Und ein Weltuntergang für die Menschen ist noch lange kein Weltuntergang für die Welt. Sie würde prima ohne Menschen zurechtkommen.

Thomas Glavinic beschreibt in seinem Roman „Die Arbeit der Nacht“, wie sich eine Erde so ohne Menschen anfühlt. Nur einer ist bei Glavinic noch übrig, einer, der die Geschichte erzählt. An einem ganz normalen Tag merkt dieser auf dem Weg zur Arbeit, dass er mutterseelenallein ist auf der Welt. Was für ein schauriges Gefühl, was für ein schauriger Roman, wie beklemmend und düster eine solche Welt selbst am hellichten Tag sein kann.

Was wäre wenn? Was, wenn die Mayas Recht gehabt hätten, wenn die Erde sich kurz geschüttelt und das Leben abgeworfen hätte? Unser Fotograf Dieter Hansmann hat sich in Mecklenburg umgeschaut, hat Bilder ohne Leben gesucht und festgehalten. Traurige und beklemmende Bilder sind es, vom Tag nach dem Untergang, der nicht stattgefunden hat.

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