Israelis planen Kräuter-Klinik im Rühner Kloster

Idyllisch liegt das Rühner Kloster an See und unter Bäumen. Investoren aus Israel denken dort über eine Kräuter-Klinik nach. Foto: Archiv
Idyllisch liegt das Rühner Kloster an See und unter Bäumen. Investoren aus Israel denken dort über eine Kräuter-Klinik nach. Foto: Archiv

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07. Februar 2008, 08:23 Uhr

Rühn - Der abwechslungsreichen Geschichte des Rühner Klosters könnte bald ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden: Investoren aus Israel haben Interesse an den Gebäuden bekundet. Sie wollen eine Kräuter-Klinik etablieren – ob in Rühn, das ist noch offen.

Interesse an repräsentativem Objekt
Ein Geldgeber und ein Therapeut seien in Rühn gewesen, um sich das Kloster anzusehen, bestätigt Bürgermeister Hans-Georg Harloff. Das Interesse sei da. Die Idee: eine Klinik mit Naturheilverfahren für erkrankte Menschen der Wohlstandsgesellschaft. Ein Markt, der europaweit im Aufbau sei. „Dazu suchen sie ein repräsentatives Objekt“, so Harloff. Vielleicht das Kloster. „Derzeit recherchieren sie – zum Beispiel wegen Fördermöglichkeiten.“

Wechselvolle Geschichte
Das Rühner Kloster, erbaut im 12. Jahrhundert, war in den zurückliegenden Jahres vieles: zu DDR-Zeiten Jugendwerkhof, dann sollten Senioren-Wohnungen folgen, zuletzt meldete Ster-nekoch Michael Laumen mit der Öl- und Senfmühle Insolvenz an; sein ehrgeiziges Hotel-Projekt scheiterte am Geld. Stets war der sanierungsbedürgftige Komplex für die Pläne eine Nummer zu groß. Einen gemütlichen Klosterladen gibt es noch heute; Betreiberin Anne Wolny will im Frühling wieder öffnen.

Alternative Klosterverein
Eigentlich wollte der vor 2005 gegründete Klosterverein das Kloster in diesem Jahr übernehmen. Mit Unterstützung regionaler Investoren sollte eine Stiftung ins Leben gerufen werden, um das Ensemble zu retten. Dieser Plan ruhe jetzt erst einmal, erklärt Harloff. „Wenn ein richtiger Investor kommt, der Geld mitbringt, ist es doch besser“, findet der Bürgermeister. Der Verein sei aber weiterhin auf eine mögliche Übernahme vorbereitet.

Eine Kräuter-Klinik mit vielen (potenten) Gästen – auch dieser Gedanke gefällt dem Bürgermeister. Harloff: „Wir hoffen, dass es eine Lösung gibt.“ In vier Wochen rechne er mit einer Entscheidung.

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