Investitionsförderung für „Urlaub auf dem Fischerhof“

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29. Januar 2008, 05:42 Uhr

Waren/Greifswald - In Mecklenburg-Vorpommern soll es unter der Marke „Urlaub auf dem Fischerhof“ bald deutlich mehr Ferienangebote für Angelfreunde geben. Dafür notwendige Investitionen von Fischern würden an den Seen und der Ostseeküste gefördert, sagte Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung eines touristischen Leitfadens „Fischtour MV“ im Müritzeum in Waren. Allein an den Seen könnten vier Mal so viele Fischereifirmen derartige Angebote machen wie bisher. Das Konzept hatten Fischereiexperten und der Fachbereich Gesundheitstourismus der Universität Greifswald erarbeitet.

Dem Bericht zufolge gibt es an der Seenplatte bisher 14 Fischereibetriebe, die 33 Ferienwohnungen betreiben. Einer der Vorreiter sei dabei die Fischerei Müritz-Plau GmbH in Waren. Backhaus hält im Binnenland rund 60 Fischereifirmen mit solchen Angeboten für möglich. Zudem gebe es an der Ostseeküste rund 500 Küstenfischer und jährlich rund 100 000 Interessenten für Küstenfischereischeine. Eine Förderung von Angeboten für „Urlaub auf dem Fischerhof“ sei unter anderem aus dem europäischen Fischereifonds möglich, sagte Backhaus.

Das rund 80-seitige Konzept listet Anforderungen an einen Ferienhof, Bildungsangebote, Möglichkeiten der Vermarktung sowie Förderung auf. Fischer hätten mit ihren meist naturnahen Standorten an den Seen gute Bedingungen für Ferienangebote. In Mecklenburg-Vorpommern, dem laut Backhaus gewässerreichsten Bundesland, wurden 2006 mehr als 100 000 Jahres-, Monats-, Wochen- und Tagesangelkarten ausgestellt.

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