Integrationspreis für Parchim

Ellen Köppke-Scheibner (2v.re.) und  Meiken Stropahl-Struck (2.v.li.) von der Schweriner Außenstelle des Integrationsamtes  freuen sich mit Bürgermeister Bernd Rolly und Vertretern der Personal- und Schwerbehindertenvertretung über den Preis. Foto: Michael-Günther Bölsche
Ellen Köppke-Scheibner (2v.re.) und Meiken Stropahl-Struck (2.v.li.) von der Schweriner Außenstelle des Integrationsamtes freuen sich mit Bürgermeister Bernd Rolly und Vertretern der Personal- und Schwerbehindertenvertretung über den Preis. Foto: Michael-Günther Bölsche

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05. Februar 2008, 07:59 Uhr

Parchim - Als erster Arbeitgeber im Land Mecklenburg-Vorpommern erhielt die Stadtverwaltung Parchim gestern eine besondere Auszeichnung von Ellen Köppke-Scheibner im Auftrage des Landesamtes für Gesundheit und Soziales. „Das Engagement Parchims auf dem Gebiet der Integration Behinderter ist beispielgebend für andere Einrichtungen und Unternehmen, sich dafür einzusetzen, dass Arbeitsunfähigkeit von Mitarbeitern überwunden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann“, würdigte Dr. Heiko Will, Erster Direktor des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, zu dem das Integrationsamt gehört.

Ausschlaggebend für die Auszeichnung waren der Abschluss einer Betriebs- und Integrationsvereinbarung und die sehr gute Zusammenarbeit mit der Personal- und Schwerbehindertenvertretung.

Konkret heißt das für die Stadtverwaltung, dass 23 Personen von rund 200 Mitarbeitern mit einer gesundheitlichen Behinderung ihr Geld verdienen. Das sind immerhin 12 Prozent aller Beschäftigten, und dafür wurden auch manche Arbeitsplätze der jeweiligen Behinderung angepasst.

Davon profitiert auch Dietmar Finke. Der einst als Waldarbeiter im Stadtforst beschäftigte Mann hatte nach einem Unfall vor sieben Jahren einen anderen Arbeitsplatz bekommen. Auch entsprechende Arbeitsschutzkleidung und veränderte Technik wurde für ihn, der jetzt als Hausmeister in der Reuterschule arbeitet, angeschafft.

Über die Verwendung des Preisgeldes in Höhe von 10 000 Euro will die Verwaltung mit den betroffenen Mitarbeitern in den nächsten Tagen Gespräche führen.

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