Winstongolf Senior Open : In Wohlfühl-Atmosphäre zum Sieg

Der viertletzte Schlag: Sieger Pedro Linhart wird auf dem Weg zum 18. Grün von vielen Zuschauern beobachtet.  Fotos: W&P
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Der viertletzte Schlag: Sieger Pedro Linhart wird auf dem Weg zum 18. Grün von vielen Zuschauern beobachtet. Fotos: W&P

Spanier Pedro Linhart gewinnt vierte Auflage der Winstongolf Senior Open / Spieler loben Qualität des Platzes und familiäres Flair

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13. Juli 2015, 12:00 Uhr

Böige Winde am Freitag, Sommer am Sonnabend und wolkiger Himmel, der auch ein paar Regentropfen fallen ließ – die 72 Profis ab 50 Jahren, die am Wochenende in Vorbeck bei Schwerin an den vierten Winstongolf Senior Open teilnahmen, bekamen nahezu die komplette Bandbreite mecklenburgischen Sommerwetters geboten. Aber alles in allem waren die Bedingungen nahezu perfekt. Stefanie Merchel vom Veranstalterteam zog gestern Mittag zufrieden ihr Fazit: „Für heute früh waren ergiebige Regenfälle angesagt. Zum Glück ist es nicht so gekommen, und die paar Tropfen, die es doch gab, haben keinen gestört.“

Besonders der Zustand des Turnierplatzes Winstonopen wurde uneingeschränkt gelobt. Vorjahressieger Paul Wesselingh meinte dazu: „Ich war letztes Jahr schon begeistert vom Platz und konnte mir nicht vorstellen, dass er nochmals verbessert werden könnte. Aber das haben die Veranstalter geschafft.“ Und so konnte auch Turnierdirektor Ronny Woisin zufrieden bilanzieren: „Auch ohne solche Publikumsmagneten wie Franz Beckenbauer und Bernhard Langer verzeichnen wir eine sehr gute Resonanz. Rund 2500 Besucher haben wir im Turnierverlauf gezählt, und damit sind wir sehr zufrieden." Zufrieden waren die Spieler nicht nur mit dem Platz, sondern der gesamten Atmosphäre während des Turniers. „Wir haben zahlreiche Rückzugsecken eingerichtet, in denen die Spieler sich zwischendurch ein paar Augenblicke Ruhe gönnen können“, erzählt Stefanie Merchel. „Und natürlich werden auch die Treffen an den Abenden gern angenommen.“

Unter anderem gab es dabei für Diskus-Olympiasieger Lars Riedel kostenlosen Golf-Unterricht. Der italienische Ex-Profi Costantino Rocca hatte bei ihm gesehen, dass der Bewegungsablauf beim Abschlag nicht stimmt. Bei einem Glas Wein und mit einer zusammengefalteten Serviette als Schlägerersatz zeigte er dem Diskus-Hünen, was er besser machen könne. Am Sonntag wurde Riedel auf der Anlage nicht mehr gesichtet. So mancher vermutete, der Sachse sei nun dabei, die Vorschläge umzusetzen und gerade verstärkt zu üben…

So verpasste Riedel eine beeindruckende Finalrunde. Der Spanier Pedro Linhart hatte sich am Sonnabend mit einer 64er Runde auf dem Kurs, für den 72 Schläge vorgesehen sind, und insgesamt 134 Schlägen an die Spitze der Wertung gesetzt. Zwei Schläge dahinter lag der Engländer Gary Marks, einen mehr benötigten drei Spieler, darunter Titelverteidiger Paul Wesselingh aus England.

Im Tagesverlauf drehte Linhart noch einmal richtig auf. Nach dem 17. Loch hatte er seine Führung ausgebaut und allein in dieser Runde sieben Schläge weniger gebraucht als vorgesehen. Dass er ausgerechnet am letzten Loch patzte und einmal mehr als vorgesehen zum Schläger greifen musste, schmälerte nichts am Applaus der vielen Zuschauer, die das letzte Grün säumten. Mann des Tages aber war der Engländer Barry Lane, der in der dritten Runde nur 62 Schläge (-10) auf seiner Scorekarte notierte und sich von Rang 17 bis auf Platz 2 nach vorne spielte. Titelverteidiger Wesselingh rettete seinen dritten Platz über den Tag und durfte erneut aufs Siegertreppchen.

Schon jetzt haben sich für die fünfte Auflage om 8. bis 10. Juli 2016 viele der Aktiven erneut angesagt. Jenny Elshout, Geschäftsführerin Winstongolf: „Es ist der schönste Lohn für uns, wenn es den Spielern hier gefällt und sie schon bei der Abreise versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen.“ Ob dann auf dem Platz Winstonopen oder auf dem Winstonlinks gespielt wird, ist noch offen. Die Auszeichnung als Deutschlands Golfplatz Nr. 1 durch die Leser der Zeitschrift Golf Magazin war auch unter den Spielern ein Thema und viele sprachen sich für einen Wechsel aus. Die Entscheidung soll bis zum Herbst fallen.

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