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19. August 2017 | 09:30 Uhr

"In dunkle Seelenkämmerchen gucken"

vom

Rostock | Schauspieler Charly Hübner, 1972 in Neustrelitz geboren, ist "Kommissar Alexander Bukow" im Rostocker "Polizeiruf". Philip Schroeder hat ihm einige Fragen gestellt.

Herr Hübner, was hat der "Polizeiruf" ihnen früher bedeutet?

Für mich war das eine Krimiserie, die meine Eltern geguckt haben - und ich nur, wenn ich Lust dazu hatte.

Haben sie je von einer Rolle als TV-Kommissar geträumt?

Nein, nicht wirklich.

Warum sind die Partien als Fernseh-Ermittler so begehrt?

Für mich war es der Reiz, im Genre des Krimis unser Hier und Jetzt unter die Lupe nehmen zu können und durch die Helden-Figur des Kommissars jemanden zu haben, der in die dunklen Seelenkämmerchen unserer Zeit hineinguckt - und sich einmischt.

Wie haben Sie sich auf die Rolle als Fernseh-Polizist vorbereitet?

Ich habe mich vor allem genau gefragt, wie ich einen wirklichen Mörder dazu kriegen würde, dass er mir alles erzählt. Bei Bukow habe ich mich gefragt, ob er jemals irgendeinem Lebewesen ein Haar krümmen könnte. Die Antwort war: Ja!

Kaum eine Fernseh-Ermittlerfigur im deutschen TV, hat so eine Vorgeschichte wie Bukow. Er hat einst Beihilfe zum Mord geleistet. Wie sehr arbeiten Sie und Anneke-Kim Sarnau an der Ausgestaltung der Charaktere König und Bukow mit?

Die Beihilfe zum Mord muss man Bukow erstmal beweisen (lacht). Der NDR mit der verantwortlichen Redakteurin Daniela Mussgiller hat eine sehr starke Truppe geschaffen, die sich regelmäßig trifft und über König, Bukow und Polizeiruf konferiert. Dazu gehört neben Frau Sarnau und mir unter anderem auch der Autor und Regisseur Eoin Moore . In dieser Konstellation sind alle bisherigen Wege dieser beiden so unterschiedlichen Ermittler entstanden.

Fürchten Sie nicht, in der Kommissar-Schublade stecken zu bleiben?

Bukow ist eine Figur wie jede andere. Das Format Polizeiruf hat eine hohe Aufmerksamkeit und daher auch die Figur Bukow. Die Frage nach Schubladen oder nach Dienstjahren stelle ich mir nicht, die stellen Journalisten und vielleicht auch Teile des Publikums. Solange Bukow im Amt ist, bin auch ich gerne mit dem Kerl im Amt. Es sind immer nur Figuren, die von Schauspielern gespielt werden. Mehr nicht.

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erstellt am 24.Jun.2011 | 05:35 Uhr

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