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Winstongolf Senior Open : In der Schlussrunde aufgedreht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Waliser Phillip Price holt am letzten Tag der Winstongolf Senior Open drei Schläge Rückstand auf und gewinnt das sechste Turnier

„Ihr habt einen fantastischen Job gemacht. Ihr alle!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich am Sonntag ein britischer Golfprofi von Winstongolf-Direktorin Jenny Elshout, Turnierdirektorin Stefanie Merchel und Platzchef Jordan Tschimperle. Damit sorgte er auch dafür, dass sich die Mienen der drei Verantwortlichen für die Winstongolf Senior Open wieder aufhellten. Die hatten sich gerade etwas verdüstert, weil am späten Sonntagmittag leichter Nieselregen einsetzte – nach zweieinhalb trockenen Turniertagen die ersten Niederschläge. Dennoch konnte Stefanie Merchel eine durchaus positive Bilanz ziehen: „Es gab keinerlei Pannen, der Platz erhält Lob von allen Seiten, alles ist super gelaufen“, lautete ihr Fazit ihrer Premiere als Turnierchefin.

Da konnte sie hautnah miterleben, wie der US-Amerikaner Clark Dennis die ersten beiden Tage klar dominierte – und am Ende doch nur Fünfter wurde. Am Freitag hatte er bei besten Bedingungen den bisherigen Platzrekord um drei Schläge verbessert: 64 und acht unter Par standen da in seiner Bilanz. „Ich war in der letzten Woche ein wenig verletzt, aber der Physio hat einen super Job gemacht. Während der Proberunde habe ich mich noch nicht sonderlich wohlgefühlt. Aber mit einem Birdie am ersten und dritten Loch bin ich heute gut gestartet. Ich konnte auf der Runde einige entscheidende Putts lochen – die Grüns laufen wirklich sehr gut. Der Platz ist in einem sehr guten Zustand und sieht optisch fantastisch aus“, lautete da sein Kommentar.

Am Sonnabend baute er seine Führung noch weiter aus und ging mit drei Schlägen Vorsprung auf die Schlussrunde. Da aber erwischte er einen rabenschwarzen Tag. Schon nach dem achten von 18 Löchern war die Führung futsch, der Waliser Phillip Price war zu diesem Zeitpunkt mit zwei Schlägen Vorsprung vorn. Und er zog weiter unbeirrt seine Bahnen: Mit 202 Schlägen nach drei Runden sicherte er sich Platz 1 und das Siegerpreisgeld in Höhe von 51693 Euro. Zweiter wurde Thaworn Wiratchant aus Thailand, der in der Schlussrunde mit 64 Schlägen den neuen Platzrekord einstellte und insgesamt auf 203 kam. Das Siegertreppchen wurde komplettiert durch Greg Turner aus Neuseeland, der noch einen Schlag mehr brauchte.

Für einen der absoluten Höhepunkte des Turniers sorgte der Schwede Magnus P. Atlevi am Sonnabend: Das 13. Loch, mit 109 Metern die kürzeste Bahn auf dem Winston-Linkskurs – beendete er mit einem einzigen Schlag. Eine besondere Belohnung gab es dafür aber nicht, die war für ein Ass auf der 16. Bahn ausgeschrieben. Erst vor einer Woche war ihm der perfekte Schlag bei den Swiss Senior Open gelungen. „Ich hatte heute das große Glück, erneut ein Hole-in-one zu spielen. Es wäre schön, daraus eine Gewohnheit machen zu können und jede Woche eins zu spielen. Für meine Tochter war es das erste, dass sie gesehen hat – das war wirklich lustig!“, sagte Atlevi sichtlich erfreut nach der Runde. Für den Sprung in die Spitzengruppe reichte diese Leistung allerdings nicht aus, er wurde letztlich 14. Gestern brauchte Atlevi am 13. Loch übrigens vier Schläge und damit einen mehr als üblich.

Insgesamt 2700 Zuschauer verfolgten am Wochenende das Kräftemessen der 60 Profigolfer über 50 Jahren – und damit gut 2000 weniger als 2016. Da allerdings war mit Deutschland Golf-Ikone Bernhard Langer eine absolute Zugnummer dabei. „Wenn Bernhard nicht dabei ist, kommen nicht so viele Leute“, hatte Jenny Elshout schon im Vorfeld prognostiziert. Aber wer dabei war, konnte auch verfolgen, wie sich am Freitag und Sonnabend Amateurgolfer aus nah und fern im direkten Vergleich mit den Profis schlugen. Darunter war auch Dieter Maukel. „Das war eine ganz tolle Erfahrung“, schwärmte der Schweriner noch am Sonntag. „Ich war mit dem Dänen Steen Tinning und dem Franzosen Marc Farry gemeinsam unterwegs. Da ich kein englisch kann, haben die beiden ihre Deutschkenntnisse herausgekramt. So konnten wir uns ganz gut verständigen.“

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erstellt am 17.Jul.2017 | 11:45 Uhr

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