Splitter : Im Schützenhaus ist auch Musik drin

Gibt den Takt vor: Kamo Gasparyan ist der einzige Profimusiker im Ensemble und übernimmt die Dirigentenrolle.
Gibt den Takt vor: Kamo Gasparyan ist der einzige Profimusiker im Ensemble und übernimmt die Dirigentenrolle.

Blasorchester hat seit vorigem Jahr sein Domizil in Hof Wandrum

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16. März 2016, 10:18 Uhr

Einmal in der Woche wird im Schützenhaus Musik gemacht: Der Verein „Muwi – Musikanten von Wittenförden“ hat hier sein Domizil. „Bei der Gründung im vorigen Jahr waren wir neun Hobbymusiker, inzwischen sind wird 15“, berichtet Vereinschefin Conny Pönisch. Der Kern ist dennoch eine eingespielte Truppe, er musizierte einst im Musikzug der Schweriner Feuerwehren. Doch nach 16 Jahren gingen die Blauröcke und die rot gekleideten Musikanten getrennte Wege. „Jeder wollte sich auf sein Gebiet konzentrieren“, blickt Pönisch ohne Groll zurück.

Die Musiker wollten aber zusammenbleiben und fanden mit Hilfe der Gemeinde Wittenförden rasch ein neues Domizil. „Ohne Probenraum geht es nicht“, betont Pönisch. Da gibt Kamo Gasparyan den Takt an. Der Dirigent und Posaunist hat Musik studiert und ist der einzige Profi in der eingeschworenen Truppe. „Aber wir sind alle Vollblutmusiker.“ Deshalb wagen sich die Muwis auch an schwere Stücke. Neben klassischer Blasmusik üben sie moderne Werke ein – zum Teil mit eigenen Arrangements. Das erleben die Wittenfördener mehrfach im Jahr. Die Muwis spielen bei den Großereignissen der Gemeinde auf, aber auch auf privaten Veranstaltungen. Den nächsten Auftritt haben die Musikanten am Sonnabend bei der Wittenfördener Einwohnerversammlung. Los geht diese um 10 Uhr im Gemeindezentrum. Was dort erklingt, will die Vereinschefin aber noch nicht verraten. Doch das Programm steht. Muss es auch, denn in den kommenden Wochen haben die Musiker mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen: Da der Probenraum im Schützenhaus zu eng wurde, mussten die Wände zum Flur weichen. Bei Abriss und nun laufendem Innenausbau packen nicht nur die Musikanten an: Die Schützen von nebenan sind ebenfalls tatkräftig dabei. Damit haben die Muwis bald mehr Platz auch für weitere Musikanten. „Wer einmal ein Instrument gelernt hat und wieder spielen möchte, kann bei uns einsteigen“, lädt Conny Pönisch ein. Treffpunkt ist an jedem Freitag um 19 Uhr das Schützenhaus in Hof Wandrum.

Im alten Dorf: Ein Teich, der Großer Paul heißt

Wenn die Wittenfördener vom Großen Paul sprechen, reden sie nicht über ihren Nachbarn oder den einflussreichsten Mann im Dorf. Der Dorfteich zwischen der Kirche und den alten Bauernhäusern trägt diesen Namen – und das schon von alters her. Aber der Teich hieß wohl nicht immer Paul. Ursprünglich muss es ein Pohl gewesen sein. Denn das ist eine plattdeutsche Bezeichnung für ein Gewässer. Da die Menschen aber schon immer so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, wurde Paul daraus. Im Jahr 2000 wurde der Große Paul saniert. Und das einst abflusslose Gewässer besitzt heute auch einen Überlauf, damit der Teich nicht ausufern kann.

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