IHK Schwerin bedauert Einladung an NPD-Fraktionschef Pastörs

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18. Januar 2008, 03:10 Uhr

Schwerin - Die Industrie- und Handelskammer Schwerin (IHK) hat die Einladung von NPD-Landtags-Fraktionschef Udo Pastörs zu ihrem Jahresempfang bedauert. In einer am Freitag verbreiteten Erklärung kündigte sie an, künftig keine NPD-Funktionsträger mehr zu ihren Veranstaltungen einladen zu wollen. Nach einer Vielzahl von Gesprächen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Kräften habe die Kammer erkannt, „dass ein Teil unserer Gesprächspartner eine solche Auseinandersetzung mit radikal orientierten Politikern in dieser Form nicht als zielführend ansieht“. Die „protokollmäßige Einladung“ sei deshalb vom Ergebnis her ein Fehler gewesen, erklärte IHK-Präsident Jörgen Thiele.

Gemeinsame Bekämpfung der Extremisten angestrebt
Nach seinen Worten will die Schweriner IHK mit ihrer Entscheidung auch vermeiden, dass sich die demokratischen Kräfte in der Auseinandersetzung um richtige Wege bei der Bekämpfung extremistischer Positionen untereinander zerstreiten. Die Anwesenheit Pastörs auf dem Empfang am Mittwoch hatte für zum Teil große Empörung gesorgt. Auch Wirtschaftsvertreter waren auf Distanz zum Vorgehen der Schweriner IHK gegangen. Diese hatte die Einladung zunächst mit ihrer politischen Neutralität verteidigt und angekündigt, auch im nächsten Jahr wieder alle Fraktionschefs des Landtags einzuladen.

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