zur Navigation springen

„Ich werde die Partei erst einmal allein führen“

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2012 | 08:25 Uhr

Mit dem Vorsitzenden der Linkspartei, Klaus Ernst, sprach Andreas Herholz.

Hat Sie die Entscheidung überrascht?

Ja, das hat mich unvorbereitet getroffen. Das ist eine rein private Entscheidung von Frau Lötzsch. Sie verdient Respekt. Wir haben sehr eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir dies bis zum Parteitag hätten fortsetzen können.

Der Zeitpunkt des Rücktritts kurz vor den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen kommt für die Linkspartei höchst ungelegen. Droht jetzt neue Unruhe in der Partei?

Jeder hilft der Partei jetzt am meisten, wenn er Wahlkampf macht. Wir müssen alle Kraft in den Wahlkampf stecken und nicht in unsinnige Führungsdebatten. Ich werde die Partei erst einmal allein führen.

Sie selbst haben noch nicht erklärt, ob Sie sich auf dem Parteitag noch einmal zur Wahl als Vorsitzender stellen. Warum machen Sie es so spannend?


Weil auch für mich gilt, dass wir uns jetzt nicht mit Personalfragen und mit uns selbst beschäftigen sollten. Wir werdenWahlkampf und Personalfragen trennen.

Kann man auf ein solches politisches Zugpferd wie Oskar Lafontaine in Zukunft an der Spitze verzichten?

Ich führe diese Debatte nicht. Selbstverständlich wird Oskar Lafontaine unsere Wahlkämpfe unterstützen. Oskar Lafontaine ist für die Linke immer ein Gewinn.

Ihr Parteifreund Bodo Ramelow nennt bereits Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch als ideale Parteispitze...

Noch einmal: Jeder nutzt der Partei am meisten, wenn er Wahlkampf macht. Ich werde mich an solchen Spekulationen nicht beteiligen. Wir werden im Wahlkampf für mehr Gerechtigkeit kämpfen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen