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23. Oktober 2017 | 04:53 Uhr

Interview : „Ich bin einfach nur glücklich“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vize-Weltmeister Andreas Raelert im Interview

Bei seiner siebenten Teilnahme schaffte es Profi-Triathlet Andreas Raelert zum fünften Mal auf das Podium bei den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii. Unser Mitarbeiter Bernd-Dieter Herold sprach mit dem zweitplatzierten Rostocker.


Chapeau Andreas und herzlichen Glückwunsch...

Raelert: Danke für die Gratulation. Ich weiß, dass mir viele von der Ostseeküste nach den vergangenen beiden Jahren besonders die Daumen gedrückt und an mich geglaubt haben.

Hand aufs Herz: Hatten Sie mit einem Podestplatz spekuliert?

Jeder Sportler setzt sich Ziele. Um die zu erreichen, muss viel, wenn nicht alles, passen. Für mich ist ein Aspekt wichtig: Mit meinem Platz habe ich bewiesen, dass ich trotz zwischenzeitlicher Tiefen zur Weltspitze gehöre. Besonderen Anteil daran haben meine Frau Julia, die ja viel Entbehrungen auf sich nehmen muss und mein Coach Wolfram Bott. Natürlich möchte ich auch meine Brüder Sven und Michael nicht vergessen.

Macht der zweite Platz Lust auf mehr?

Man ist so jung, wie man sich fühlt. Mit dem Finish in zweiter Position kann ich einfach nicht aufhören. Ich kehre hierher zurück. Vielleicht erfüllt sich mir noch einmal der Traum vom Sieg. Auf jeden Fall habe ich mächtig Selbstvertrauen getankt.

Ihr Trainer Bott sprach kurz vor dem Start von verbesserter Schwimmleistung und prognostizierte eine Vorentscheidung im Radfahren…

Meine Trainingsleistungen ließen das erwarten. Nach dem Schwimmen besaß ich einen Rückstand von 1:34 Minuten, den ich auf dem Rad schnell aufholte. Leider passierte mir nach zwei Dritteln eine Reifenpanne mit Sturz.

Sie waren auf den 180 Kilometern mit einem schwarzen „Geschoss“ unterwegs. Sind Sie zufrieden mit dem neuen Produkt?

Auf jeden Fall. Für mich ist das neue Rad ein deutlicher Gewinn. Meine Partner haben mir eine High-End-Rennmaschine zur Verfügung gestellt, bei der nichts dem Zufall überlassen wurde.

Zum Abschluss legten Sie den zweitschnellsten Marathon hin. Gab es einen Moment der Schwäche?

Natürlich ist es schwer, gegen einen Jan Frodeno Zeit aufzuholen. Zwischenzeitlich bin ich auf 2:30 Minuten herangelaufen, musste dann das Tempo ein wenig drosseln, kam aber wieder. Ich habe mich auf mich selbst konzentriert und einen nach dem anderen eingesammelt. Ich bin einfach nur glücklich.

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