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Drei Fragen an den Bürgermeister : Hoffen auf ein Wunder

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Finanzmisere schränkt Handlungsfähigkeit ein

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 06:50 Uhr

Rolf Matschinsky (67) ist seit 2014 Bürgermeister in Diekhof. Er kam ins Amt nachdem sein Vorgänger und die gesamte Gemeindevertretung angesichts einer prekären Finanzlage, die keinen Gestaltungsspielraum zulässt, zurückgetreten waren.

Was zeichnet Ihre Gemeinde aus – was macht sie lebenswert?

Matschinsky: Wir sind Meister im Sparen. Unsere Ansprüche sind nicht so groß. Wer viel Platz und die Natur braucht, ist bei uns richtig. In Diekhof gibt es eine Kindertagesstätte und eine Grundschule. Wir haben ein Dorfgemeinschaftshaus. Und es gibt einen sehr regen Sportverein mit vielfältigen Angeboten.

Was sind die aktuelle Pläne der Gemeinde?

In der Karl-Havermann-Straße muss die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Auch in Drölitz geht es um neue Straßenlampen. Mehr können wir uns nicht leisten. Ansonsten steht ein neues Feuerwehrfahrzeug ganz oben auf der Liste. Fördermittel sind zugesagt. Wie müssen nur noch die Eigenmittel aufbringen.

Wie sehen Sie Ihre Gemeinde in zehn Jahren?

Wenn hinsichtlich unserer Finanzen kein große Wunder geschieht, wird Diekhof wohl keine selbstständigen Gemeinde mehr sein. Bis 2019 zu den nächsten Kommunalwahlen werden wir wohl noch durchhalten. Ärgerlich ist, das wir so recht gar keine Chance haben. Wir können niemanden locken, sich hier anzusiedeln, weil wir irgendwie auch nichts zu bieten haben.

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