zur Navigation springen
Neue Artikel

12. Dezember 2017 | 11:31 Uhr

Splitter : Hörspiele in der Pfarrscheune

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Förderverein hilft beim Erhalt der Cramoner Kirche und des Ensembles

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 13:27 Uhr

Die rund 600 Jahre alte Backsteinkirche von Cramon allein ist schon ein Blickfang. Doch auch der neogotische Kirchturm, das Pfarrhaus und die Scheune bleiben erhalten. Und das ebenfalls zum Pfarrhofensemble gehörende Backhaus wurde erst vor wenigen Jahren gerettet und wieder nutzbar gemacht. „Unser nächstes Großprojekt ist die Sanierung der Pfarrscheune“, berichtet Thorsten Markert. Der 55-Jährige ist Vorsitzender vom Förderverein Kirche und Pfarrhofensemble Cramon. Mit der Fachwerkscheune haben Kirchengemeinde und Förderer etwas ganz Besonderes vor: Sie soll zur Hörspielscheune werden. Denn unter den etwa 60 Mitgliedern sind gleich mehrere mit Rundfunkerfahrung. So entstand die Idee, an dieser Stelle Hörspiele aufzuführen und auch zu produzieren. „Damit können wir mehr Leute hierher locken“, ist Thorsten Markert überzeugt.

Zugleich ist die Sanierung des Gebäudes nötig, um es als Treffpunkt zu erhalten. Mehr als 300 000 Euro sind dafür nötig. Künftig wird sie barrierefrei sein. Die Planungen gehen gerade in die letzte Phase. Klar ist, dass auch in Zukunft Kirchengemeinde, Förderverein und Behindertengruppen die Scheune nutzen werden. Kulturveranstaltungen finden darin ebenfalls statt. Und die Scheune bleibt Ausgangs- und Zielpunkt für Wanderungen im Stepenitztal.

Aus Pionierlager wurde wieder ein Park

Zu DDR-Zeiten war fast jedes Kind aus dem damaligen Bezirk Schwerin wohl einmal im Pionierlager am Cramoner See. Das ist längst Geschichte. Und die Reste der Baracken und Verwaltungsgebäude wurden Ende der 1990er-Jahre abgerissen. Vorn an der Straße entstanden Wohnhäuser, aber 5,5 Hektar hin zum See wurden wieder Park. Bäume aus dem alten Bestand blieben stehen, Neuanpflanzungen kamen hinzu – nach historischem Vorbild. Eigentümerin des bei Erholungssuchenden sehr beliebten Parkes ist die Gemeinde, ein Förderverein mit mehr als 30 Mitgliedern hilft bei Pflege und Gestaltung.

Neubauern bauten ein Neues Dorf

Dieser Ort trägt eine ungewöhnlichen Namen: Neues Dorf. Aber die Bezeichnung passt. Die Siedlung entstand Ende der 1940er-Jahre. Vor allem Kriegsflüchtlinge erhielten bei der Bodenreform ein paar Hektar Land: In der Gemeinde gab es 29 dieser Neubauern. Die meisten davon bauten sich ihr Wohn-Stall-Gebäude auf dem Acker zwischen Chaussee und Cramonshagen – das Neue Dorf entstand. So steht es in der Chronik, die sich hier auf die Erinnerungen des Cramoners Gerhard Baade stützt. Auch zu DDR-Zeiten und nach der Wende wurde im Neuen Dorf gebaut. Gemeindezentrum und Feuerwehrhaus sind dort zu finden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen