Aus dem Landtag : Hitzige Debatte um Glyphosat-Einsatz

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08. Juni 2016, 18:51 Uhr

Der Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat hat im Schweriner Landtag erneut eine hitzige Debatte ausgelöst. Agrarminister Till Backhaus (SPD) warf den Grünen vor, modernen Pflanzenschutz grundsätzlich abzulehnen und damit die Lebensmittelproduktion zu gefährden. „Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel bedeutet Rückschritt“, sagte Backhaus. Die Bewertungsbehörden hätten Glyphosat als unbedenklich für den Menschen eingestuft. Doch seien nicht alle Bedenken ausgeräumt, ob das Mittel nicht doch Krebs errege, räumte der Minister ein. Seine Anfrage dazu beim Bundesgesundheitsministerium sei bisher ohne Antwort geblieben. Die Grünen-Abgeordnete Ursula Karlowski forderte Backhaus auf, klar Farbe zu bekennen und seine Parteikollegin, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, zu unterstützen, die ein Verbot von Glyphosat fordere. „Meine Fraktion will eine transparente und nachvollziehbare Prüfung aller Risiken, die mit dem Wirkstoff Glyphosat verbunden sind. Ohne diese Prüfung sollte der Wirkstoff rigoros verboten werden.“

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