Hintergrund: PISA-E - der deutsche Bundesländer-Schulvergleich

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18. November 2008, 02:30 Uhr

Berlin - Die Abkürzung PISA steht für „Programme for International Student Assessment“. Dahinter verbirgt sich der weltweit größte Schulleistungstest der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). PISA-E ist ein deutscher Ergänzungstest zu dem internationalen Projekt, an dem sich inzwischen rund 60 Staaten beteiligen. PISA-E vergleicht parallel zur internationalen PISA-Auswertung die Kompetenzen 15-jähriger Schüler in den 16 Bundesländern.

Für den jetzt veröffentlichten innerdeutschen PISA-E-Test wurden im Frühsommer 2006 rund 40 000 Schüler an 1300 Schulen getestet. Für die internationale Studie wurden die Leistungen von rund 5000 Schülern an 230 Schulen gemessen. Die Testbeteiligung schwankte zwischen 86 Prozent in Baden-Württemberg und 96 Prozent im Saarland und in Sachsen-Anhalt. In einigen Ländern ist die Teilnahme verpflichtend. In anderen müssen die Eltern schriftlich einwilligen. Die Federführung lag beim Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel.

Es ist der dritte nationale PISA-Ergänzungstest - und zugleich auch der letzte. Die Kultusminister haben als Konsequenz aus dem schlechten deutschen Abschneiden beim ersten Test PISA-Test im Jahr 2000 bundesweite Bildungsstandards entwickelt. Sie beschreiben, was ein Schüler zum Abschluss einer bestimmten Jahrgangsstufe können muss. 2009 wollen die Kultusminister erstmals auf der Basis dieser neuen Bildungsstandards einen eigenen bundesweiten Leistungstest durchführen. Die Federführung übernimmt dann das ländereigene Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin.

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