Hintergrund: Piratenfischerei - was ist das?

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21. Januar 2008, 01:52 Uhr

Hinter dem Schlagwort der illegalen Fischerei verbergen sich unterschiedliche international geächtete Vorgehensweisen, für die es keine verbindlichen rechtlichen Definitionen gibt. Auf Anregung der Welternährungsorganisation FAO werden diese in offiziellen Dokumenten zusammenfassend auch als IUU- Fischerei bezeichnet - die Abkürzung steht für „illegal, unreported, unregulated“ (illegal, ungemeldet, unreguliert).

Rechtswidrig ist Fischfang demnach, wenn er in der exklusiven 200- Seemeilen-Wirtschaftszone eines Küstenstaats ohne dessen Genehmigung oder unter Verletzung von Auflagen betrieben wird. Für Meeresressourcen auf hoher See gelten keine Eigentumsrechte. Folglich kann dort niemand Fischfang allein regulieren. Viele Staaten haben jedoch regionale Fischereiorganisationen (RFO) gegründet, um die Ausbeutung der Bestände in bestimmten Hochseegebieten gemeinsam zu lenken. Missachten Schiffe aus Mitgliedstaaten diese Vorgaben, ist dies ebenfalls illegal.

Von ungemeldeter Fischerei ist dagegen die Rede, wenn Fischer im Gebiet einer RFO oder in nationalen Gewässern falsche Angaben über Fänge machen. Unregulierte Fischerei liegt vor allem vor, wenn staatenlose Schiffe oder Schiffe aus Nichtmitgliedstaaten im Gebiet einer RFO fischen, ohne deren Bestimmungen zu beachten.

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