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23. November 2017 | 06:50 Uhr

Hintergründe

vom

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erstellt am 10.Apr.2012 | 11:16 Uhr

Ernüchternde Bilanz

Zu teuer, zu wenig Reichweite: Elektroautos haben derzeit noch Seltenheitswert auf deutschen Straßen. Immerhin kann sich prinzipiell jeder vierte Deutsche einer Studie zufolge den Kauf eines Elektroautos vorstellen, ermittelte das Marktforschungsunternehmen GfK in Nürnberg. Erst aber müssten die Hersteller die hohen Erwartungen in punkto Reichweite, Geschwindigkeit und Unterhaltungskosten erfüllen. Anfang des Jahres gab es in Deutschland nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 4541 Elektroautos - bei einem Gesamtbestand von 43 Millionen Pkw. Der E-Auto-Anteil lag bei 0,01 Prozent. Laut GfK-Studie ziehen elf Millionen Deutsche beim nächsten Autokauf einen elektrischen Antrieb in Erwägung. Weitere 7,5 Millionen über 18-Jährige würden sich wahrscheinlich oder auf jeden Fall ein Elektroauto kaufen, wenn dies im Unterhalt genauso billig wäre wie ein konventioneller Wagen. Das Gesamtkäuferpotenzial liege somit bei rund 18 Millionen Menschen, heißt es in der repräsentativen Studie. Rund 60 Prozent der potenziellen Käufer wollen der Studie zufolge eine Mindestreichweite bei E-Autos pro Batterieladung von mehr als 400 Kilometern - auch wenn die meisten das Elektroauto überwiegend im Innenstadtverkehr und für die Fahrt zur Arbeit nutzen würden. Zudem sollen die Autos mindestens 150 Stundenkilometer erreichen können.

Wie viele der Befragten konkret planen, ein E-Auto anzuschaffen, wurde in der Studie nicht angegeben.

Bund fördert fünf Modellprojekte

Die Bunderregierung will mit einer Milliardenförderung, Steuervergünstigungen und Sonderrechten Elektroautos in Fahrt bringen. Bis 2020 sollen auf deutschen Straßen eine Million Elektrofahrzeuge fahren, bis 2030 sollen es sechs Millionen sein. Derzeit sind in Deutschland 51 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Besonders für die Batterieforschung stellt der Bund bis 2013 eine Milliarde Euro zusätzlich zur Verfügung.

Der im Herbst 2011 vom Bund gestartete Wettbewerb "Schaufenster Elektromobilität" soll dazu dienen, die Elektromobilität für den Massenmarkt nutzbar zu machen. Die Ausschreibung wurde vom Bund mit 180 Millionen Euro gefördert. Die Entscheidung beruht auf Empfehlungen einer 13-köpfigen Jury aus Wissenschaftlern und Fachverbänden, die die 23 Bewerbungen geprüft und bewertet hatte.

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