Parkinson : Hilfe für Parkinson-Erkrankte

Bärbel Riep unterstützt die Gründung einer Selbsthilfegruppe für Parkinson-Erkrankte und ihre Angehörigen.
Bärbel Riep unterstützt die Gründung einer Selbsthilfegruppe für Parkinson-Erkrankte und ihre Angehörigen.

Bärbel Riep vom Paritätischen unterstützt die Gründung einer Selbsthilfegruppe in Havelberg

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25. März 2018, 14:24 Uhr

Erfahrungen auszutauschen, Ratschläge zu bekommen und gemeinsam etwas zu unternehmen, ist das Ziel einer Selbsthilfegruppe, die ein Havelberger Paar gern in der Hansestadt für Parkinson-Erkrankte gründen möchte. Unterstützung gibt es dabei von Bärbel Riep von der Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen Sachsen-Anhalt. Sie ist im Landkreis Stendal und im Altmarkkreis Salzwedel Ansprechpartnerin für fast 140 Selbsthilfegruppen und unterstützt dabei, neue ins Leben zu rufen.

Die Parkinson-Gruppe ist sowohl für Betroffene als auch für ihre Angehörigen im Bereich Havelberg und Umgebung gedacht. Nächste Gruppen gibt es erst in Osterburg oder Wittenberge. Deshalb will sich das Havelberger Paar dafür engagieren, hier eine Selbsthilfegruppe zu gründen, von der dann auch Betroffene und Angehörige aus dem angrenzenden Brandenburgischen profitieren würden. Dass über die Ländergrenzen hinweg Interesse besteht, wissen sie bereits. Noch möchten beide anonym bleiben, was durchaus üblich ist, wie Bärbel Riep aus Erfahrung weiß. Kommt es zur Gründung, sieht das dann anders aus.


Erfahrungen austauschen

Vor gut einem Jahr hat der Havelberger die Diagnose Parkinson erhalten. Seither beschäftigen er und seine Partnerin sich mit der Krankheit, ihren Folgen, ihren Behandlungsmöglichkeiten. Doch wollen beide gern mehr wissen und sich vor allem austauschen mit anderen. Nachdem sie festgestellt haben, dass es in der Nähe keine Selbsthilfegruppe gibt, wandten sie sich an Bärbel Riep, um selbst eine Gruppe ins Leben zu rufen.
„Man steckt nicht in der Materie drin und möchte wissen, wie sich die Krankheit entwickelt, wo man Hilfe bekommt und wie andere mit dieser Diagnose umgehen“, sagt der 56-Jährige. Wer hat welche Erfahrungen mit Medikamenten und Therapien sowie ergänzenden Therapien, welche Fachärzte sollten besucht werden, welche Erfahrungen haben Betroffene mit ihrer Krankheit gemacht?

„In einer Selbsthilfegruppe kann sich jeder einbringen und es gibt Antworten auf viele Fragen.“ Die Gruppe ist von Anfang an auch für Angehörige gedacht. „Das ist bei dem Krankheitsbild auf jeden Fall wichtig, die Angehörigen gehören von Anfang an dazu“, sagt die Lebenspartnerin des Havelbergers.
Da beide voll im Arbeitsprozess stehen, visieren sie einen monatlichen Treffpunkt abends um 18 Uhr an. Möglich wäre etwa jeder dritte Dienstag oder Donnerstag eines Monats. Was die Selbsthilfegruppe dann unternehmen will, würde gemeinsam abgesprochen. Es gibt Projektangebote für Selbsthilfegruppen, die von den Krankenkassen bezahlt werden, berichtet Bärbel Riep. Das können neben Informationen zu möglichen Therapien und Operationen auch gemeinsame Ausflüge sein.
Wer sich angesprochen fühlt, wendet sich an Bärbel Riep. Sie koordiniert die Kontakte zu den Havelbergern. „Die Krankenkassen wollen meist eine Mindestzahl von sechs, sieben Mitgliedern in einer Gruppe. Ich würde auch mit weniger starten. Man braucht vielleicht auch ein bisschen Geduld und das Angebot einer Parkinson-Gruppe muss sich erst herumsprechen“, sagt sie.

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