zur Navigation springen

Splitter : Hier stand die Mikelenburg – die „große Burg“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

von
erstellt am 12.Apr.2016 | 11:11 Uhr

Ohne zu übertreiben, lässt sich sagen: Dorf Mecklenburg ist die Wiege des Landes! Zumindest des Landesteils Mecklenburg. Aus der Mikelenburg („große Burg“) wurde im Laufe der Zeit Mecklenburg. König Otto III. erwähnte am 10. September 995 erstmals urkundlich die Mecklenburg. Damit ist Dorf Mecklenburg 23 Jahre älter als die Landeshauptstadt Schwerin (Ersterwähnung 1018).

Die Burganlage der slawischen Abodriten wurde allerdings bereits 965 in einem Bericht des arabischen Händlers Ibrahim Ibn Jacub als „Nakons Burg“ bezeichnet. Die jetzige Straße „Am Burgwall“ führt zu dem bis heute sichtbaren Ringwall, der bereits seit 1870 als Friedhof genutzt wird.

Im Zuge der 1000-Jahr-Feier Mecklenburgs im Jahr 1999 bekam Dorf Mecklenburg seine Mehrzweckhalle am Mühlengrund.

Erinnerungsstein an die Burg Mecklenburg auf dem Burgwall…
Erinnerungsstein an die Burg Mecklenburg auf dem Burgwall…
 

PS: Das historische Landes-Jubiläum war auch Anlass für das „Mecklenburg-Magazin“ der Schweriner Volkszeitung noch in den 80ern. Das „Mecklenburg-Magazin“ gibt es bis heute.

 

Wallensteingraben – Geschichte fließt mit

Der Wallensteingraben verbindet über ca. 20 km den Schweriner See und die Ostsee in Wismar. Von Moidentin bis Karow fließt er durch die Gemeinde Dorf Mecklenburg. Bereits 1480 ließ Herzog Magnus II. Planentwürfe für einen Kanal zwischen Schwerin und Wismar erstellen. 1531 begann unter Herzog Albrecht VII. der Bau ab Hohen Viecheln bis zum Lostener See. 1565 beauftragten die Herzöge Johann Albrecht I. und Ulrich den Mathematiker, Geograf und Astronom Tilemann Stella, ein Gutachten und Plan für einen Kanal mit zwölf Schleusen anzufertigen. Der Bau der Viechelnschen Fahrt begann 1577. Der Ausbau wurde aus Geldmangel eingestellt. Als Wallenstein ab 1629 kurzzeitig als Herzog in Mecklenburg herrschte, war ihm die strategische Bedeutung des Grabens klar, nachweislich wurde jedoch zu Wallensteins Zeiten am Kanal nicht gearbeitet. Aus diesem Grunde rätselt die Literatur bis heute über den durch nichts begründeten Namenswechsel der Viechelnschen Fahrt in Wallensteingraben.

 

Auftritt der 7./8. Klassen beim Dorffest in Dorf Mecklenburg.
Auftritt der 7./8. Klassen beim Dorffest in Dorf Mecklenburg. Foto: erge
 

Novum Bläserklassen

Die Regionale Schule und Gymnasium „Tisa von der Schulenburg“ ist nicht nur eine Multimediaschule; in Dorf Mecklenburg gibt es zudem ganz was Besonderes: Bläserklassen. Das Projekt befindet sich bereits in seinem neunten Jahr. Im aktuellen Schuljahr entschieden sich z. B. 49 von 82 Fünftklässler für solch eine Bläserklasse. Bisher erlernten an die 300 Schüler ein Instrument. Die Auswahl reicht von Querflöte, Klarinette, Saxofon, Euphonium und Posaune bis hin zu Waldhorn, Trompete, Tuba und Schlagzeug. Von der Schulform eine Kooperative Gesamtschule (KGS), lernen hier auch Schüler aus den Gemeinden Ventschow und Jesendorf.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen