Heute schwül, morgen kühl: Dem Wetterwechsel trotzen

svz.de von
29. Juni 2012, 12:04 Uhr

Auch in diesem Sommer hatten wir es schon: Von heute auf morgen fiel das Thermometer um mehr als zehn Grad. Besonders für chronisch kranke Menschen und solche, die empfindlich auf Wetterumschwünge reagieren, ist das körperlich extrem belastend. "Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung das ganze Jahr über und ein paar Regeln für den ,Notfall helfen, solche Tage gut zu überstehen", sagt Thomas Ebel, Arzt im AOK-Bundesverband.

Viele Menschen spüren Wetterwechsel schon Tage vorher in den Knochen oder an Narben, andere bekommen Kopfschmerzen, sind müde, erschöpft und schlecht gestimmt. Dennoch: Wetterfühligkeit wird häufig als Überempfindlichkeit abgetan. Dabei belasten extreme Temperaturwechsel und die Luftdruckveränderungen den Körper tatsächlich enorm: An heißen Tagen arbeitet das Herz-Kreislauf-System auf Hochtouren, um den Körper zu kühlen. Das gilt auch nachts. Fallen die Temperaturen, schaltet er wieder zurück.

Kurzfristige Strategien für den Notfall

• Trinken, trinken, trinken - das stabilisiert den Blutdruck und kann gegen Schwindel und Schwäche helfen. Getränke der Wahl sind Wasser, ungesüßte Tees und Fruchtsaftschorlen in ausreichender Menge. Und das sind mindestens 1,5 Liter am Tag.

• Verzichten Sie auf fettes und blähendes Essen, denn das beansprucht Verdauungstrakt und Stoffwechsel. An empfindlichen Tagen sollten Sie deshalb lieber zu Salaten, Gemüse und Vollkornprodukten greifen.

• Schon im Bett kann ein kleines Kreislaufprogramm vorbeugen helfen: zunächst im Liegen ein wenig mit den Beinen Rad fahren, dann langsam aufstehen, den Tag mit Wechselduschen beginnen und ein leichtes Frühstück einnehmen.

Langfristige Strategien

Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und ausreichend Entspannung helfen, den an Klimaanlagen gewöhnten Organismus wieder besser auf die natürlichen Temperaturwechsel einzustellen.

• Herz-Kreislauf-Sportarten wie Walken, Radfahren, Langlaufen und Schwimmen stärken den Körper bestens für die Wetterwechsel.

• Bei der Ernährung gilt: viel Obst und Gemüse sowie Getreideprodukte; tierische Lebensmittel wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Wurst und Eier in Maßen; wenig Öl und Fett, Süßigkeiten, Snacks und Alkohol.

• Wer entspannt ist, kann Stresssituationen wie Wetterwechsel besser überstehen. Yoga, Progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsübungen sind laut Ebel dafür ein guter Einstieg.

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