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Heute gilt’s für Nimke - Schweriner Olympiasieger mit Levy und Enders im Teamsprint am Start (Kopie 1)

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erstellt am 23.Mär.2011 | 10:24 Uhr

Die hochgehandelten Straßenfahrer um Stefan Schumacher und Hanka Kupfernagel blieben sowohl im Straßenrennen als auch im Zeitfahren ohne Medaille. Dem Bund Deutscher Radfahrer droht ein Debakel. Jetzt sollen es die Bahnrad-Asse wieder richten.

Und da setzt man gleich zum Auftakt der heute beginnenden Wettkämpfe im Velodrom von Laoshan auf die Teamsprinter mit Anfahrer René Enders (Erfurt), Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke vom PSV Schwerin. Und der Optimismus ist recht groß, dass es mit einer Medaille klappt.

„2004 waren wir bei der WM auch Vierter und haben bei Olympia gewonnen“, sieht der 30-jährige Schweriner Parallelen zu seinem Olympiasieg in Athen an der Seite der mittlerweile zurückgetretenen René Wolff (Erfurt) und Jens Fiedler (Chemnitz).

Damals waren sie bei der WM genauso auf dem Blechrang eingekommen wie im März 2008 in Manchester. Doch auf der Insel war das Trio noch durch einen Infekt geschwächt. „Wir werden auf jeden Fall schneller sein“, sagt Nimke, der dem Beginn „entgegenfiebert. Es wird Zeit, dass es losgeht.“

Um 10.30 Uhr fällt der Startschuss für die Qualifikation. Da heißt es unter die ersten Acht zu kommen, um die nächste Runde zu erreichen. „Das ist kein Problem. Doch da müssen sie schon richtig schnell unterwegs sein, um in der Zwischenrunde einen vermeintlich leichteren Gegner zu bekommen“, sagt Nimkes Heimtrainer Ronald Grimm, der mit seinem Schützling ständig in Kontakt steht. Denn in der Zwischenrunde trifft der Erste auf den Achten, der Zweite auf den Siebten, usw.

Das Trio muss dann diesen Lauf als Sieger beenden, um in den Medaillenkampf eingreifen zu können. Die beiden Zeitschnellsten des Zwischenlaufs fahren um Gold, die beiden anderen um Bronze.

„Wenn sie eine Zeit unter 44 Sekunden fahren, ist das sehr gut. Wozu das dann reicht, werden wir sehen. Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung zwischen den Franzosen, Briten, Holländern und den Deutschen fälllt“, meint Grimm. Jedenfalls erlauben die Trainingszeiten Optimismus.

Wichtig wird es sein, dass Maximilian Levy als Zweiter das Hinterrad von Anfahrer René Enders hält. Gestern bei der Vorbelastung klappte es einmal nicht und einmal hervorragend. Nimke auf Drei muss dann das Ding nach Hause fahren, so wie in Athen. „Wir sind immer für eine Überraschung gut. Warum sollte es diesmal nicht klappen?“, so Nimke.

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