Ortsbeiratsvorsitzende : Helsinkier Straße wird 2018 saniert

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Ortsbeiratsvorsitzende Gabriele Bolz im Interview

von
23. November 2015, 14:02 Uhr

In Rostock hält sich hartnäckig das Vorurteil, Lütten Klein wäre ein Zentrum für sich. Wer hier wohne, brauche die Innenstadt gar nicht. Ist das wirklich so?

Das ist immer noch so. Die Infrastruktur vor Ort ist so gut, dass wir hier in Lütten Klein so gut wie alles haben. Sowohl Gewerbe und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten als auch Ärzte und sportliche Aktivitäten sind hier vorhanden. Die Lütten Kleiner sind mit diesem Angebot sehr zufrieden.

Was macht denn den typischen Lütten Kleiner aus?

Er ist kommunikativ, vielseitig interessiert, trinkt gerne Kaffee, unterhält sich ausgiebig und besucht dienstags und freitags den Markt. Außerdem schätzt er seine vielen Grünflächen, die es hier trotz der Großstadt noch gibt.

Und was macht den Stadtteil an sich neben guter Infrastruktur besonders?

Das ist zum einen die Nähe nach Warnemünde, dann die nahe gelegenen Kleingärten und die Ausflugsziele wie etwa das Fischerdorf. Auch das bunte Markttreiben ist ein Phänomen in Lütten Klein: Man bleibt stehen, unterhält sich und grüßt sich vor allem stets freundlich. Es ist wie eine kleine Stadt inmitten Rostocks. Lütten Klein ist zwar der zweitälteste Stadtteil der Hansestadt, doch gerade in den letzten Jahren ziehen auch immer mehr junge Menschen hierher.

Haben Sie einen persönlichen Lieblingsort?

Ich bin mit meinem Hund, einem aufgeweckten Jack-Russell-Terrier sehr viel im Fischerdorf unterwegs und mag die großen Grünflächen besonders.

Die Sanierung der Rigaer Straße ist fast abgeschlossen, sorgte aber während der Bauphase auch für Ärger. Hat sich der Schritt trotzdem gelohnt?

Der Schritt hat sich auf jeden Fall gelohnt und auch von der vielen Kritik ist nur sehr wenig übrig geblieben. Man muss sich zwar noch an die vielen Kreisel und Ampeln gewöhnen, ich bin aber zuversichtlich, dass dies genauso funktioniert wie zuvor schon in der Warnowallee.

Welche Probleme gibt es, die der Ortsbeirat zukünftig anpacken möchte?

Ein Dauerproblem ist das Fehlen einer öffentlichen Toilette, was jedoch schwierig in der Umsetzung wird. Auch dem Wunsch nach mehr Bänken möchten wir nachkommen. Auf der Agenda steht auch die Allende-Klinik und die Hoffnung, dass sie endlich von der WG Union abgerissen wird.

Gibt es konkrete Projekte, die der Ortsbeirat gerade verfolgt?

Auf der Tagesordnung steht mit der Sanierung der Helsinkier Straße 2018 eine Maßnahme, die notwendig ist und viele Herzen höher schlagen lässt, denn die Straße ist wirklich marode.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Neben dem angesprochenen Abriss und anschließendem Bauprojekt auf dem Gelände der Allende-Klinik, wünsche ich mir die Aufwertung und Begradigung der Gehwege. Gerade für ältere Menschen ist die Begehung teilweise wirklich schwierig. Außerdem ist es ein Wunsch von mir, dass wir jemanden finden, der auch hier im Stadtteil als eine Art Ticket-Center Karten für das Volkstheater und andere kulturelle Einrichtungen außerhalb Lütten Kleins verkauft.

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