Hansa Rostock : Hansa nicht im Ponyhof

„Wir waren uns zu sicher“, kritisierte FCH-Trainer Pavel Dotchev nach dem 1:1-Auswärts-Auftritt seiner Mannschaft bei der Reserve von Werder Bremen.
„Wir waren uns zu sicher“, kritisierte FCH-Trainer Pavel Dotchev nach dem 1:1-Auswärts-Auftritt seiner Mannschaft bei der Reserve von Werder Bremen.

Gedämpfte Stimmung beim Rostocker Fußball-Drittligisten nach dem Remis bei Werder Bremen II

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04. März 2018, 20:55 Uhr

Ungewöhnliches Gefühl beim FC Hansa Rostock am Freitagabend: Nach dem 1:1-Unentschieden bei der Reserve des SV Werder Bremen konnte weder gefeiert noch wirklich die Köpfe hängen gelassen werden. Es war das erst fünfte Remis in der laufenden Saison. „Es ist ein komisches Gefühl“, gesteht Hansa- Angreifer Soufian Benyamina, der in der Vorsaison insgesamt 16-mal die Punkte teilen musste. „Siege sind mir natürlich am liebsten. Aber Unentschieden ist immer noch besser als eine Niederlage. Wobei man sagen muss, dass wir in dieser Saison, wenn wir verloren, immer eine
Reaktion im nächsten Spiel
gezeigt haben.“

Dabei sah es gegen die „Zweite“ von Werder lange nach einem sicheren Sieg für die Rostocker aus. „Wir haben den Gegner dominiert. Vom Ballbesitz und von der Kontrolle her war es genau das, was wir uns vorgestellt haben. Aber wir haben unseren spielerischen Vorteil nicht zu Ende gebracht“, kritisiert FCH-Cheftrainer Pavel Dotchev.

Dem stimmt auch sein Stürmer zu, der die 1:0-Führung für Rostock besorgte: „Der Gegner war schon tot in der zweiten Halbzeit. Das war vielleicht der Fehler. Das darf uns eigentlich nicht passieren. Wir hätten zielstrebiger auf das zweite Tor gehen sollen.“

Aber: „Das Leben ist kein Ponyhof“, erklärt Dotchev, der es als Vorteil ansieht, dass am Mittwoch mit dem FSV Zwickau schon der nächste Gegner wartet (Anpfiff 19 Uhr).

Für den Fußball-Lehrer ist nach dem Auswärtsauftritt klar, wo die Schwachstelle war. „Die Dynamik über Außen hat mir gefehlt, da haben wir zu wenige Aktionen gehabt.“ Also wird es nicht nur da möglicherweise Veränderungen geben, sondern auch im Bestreben, Tore zu erzielen. „Wenn wir gegen Zwickau in Führung gehen, müssen wir einfach zielstrebiger auf den zweiten Treffer gehen, um nicht das Risiko einzugehen, dass ein Fehler uns schadet“, erklärt Soufian Benyamina die Strategie für Mittwoch und ist sich sicher: „Wenn wir dann wieder gewinnen und eine gute Leistung bringen, sind wir alle zufrieden.“

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