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16. Januar 2018 | 13:11 Uhr

WWF : Haie sind Gewinner, Nashörner Verlierer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier dauert an“, beklagte gestern WWF-Vorstand Eberhard Brandes.

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 00:33 Uhr

„Das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier dauert an“, beklagte gestern WWF-Vorstand Eberhard Brandes. Die Gewinner und Verlierer – mit Zahlen belegt, aber von der Umweltorganisation unter vielen Alternativen subjektiv ausgewählt:

GEWINNER

Amur-Leoparden zählen zu den am meisten gefährdeten Säugetieren der Welt, haben aber in Russland wieder zugenommen. Mindestens 50 wurden bei Wladiwostok in einem Nationalpark gezählt. Auch in China wurden Tiere gesichtet.

Auerhühner sind in Mitteleuropa akut gefährdet. In Deutschland leben derzeit nur noch 800 Brutpaare. Ein neuer Nationalpark im Schwarzwald wird ihnen jedoch künftig Lebensraum bieten.

Laut Internationalem Artenschutzübereinkommen Cites dürfen fünf bedrohte Haiarten (Heringshai, Weißspitzen-Hochseehai und drei Hammerhaiarten) nur noch nachhaltig gehandelt werden. Haie vermehren sich langsam und sind deshalb anfällig für Überfischung.

VERLIERER

Elefanten und Nashörner sind wegen der Stoßzähne und Hörner weiter stark von Wilderei bedroht: 2013 wurden in Afrika mindestens 22 000 Elefanten aus einem Gesamtbestand von rund 420 000 gewildert. Auch 900 der etwa 25 000 Nashörner in Afrika wurden getötet.

Auch für den Afrikanischen Löwen geht es weiter abwärts: Derzeit leben in freier Wildbahn etwa 32 000 Tiere, rund 30 Prozent weniger als vor 20 Jahren und auf nurmehr einem Fünftel des ursprünglichen Verbreitungsgebiets. Viele Tiere werden erschossen, weil es Konflikte mit Viehzüchtern gibt.


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