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23. November 2017 | 18:04 Uhr

Hälfte der Hilfe

vom

svz.de von
erstellt am 30.Mär.2012 | 09:32 Uhr

50, 53, 56 Prozent der Zielgruppe erreicht: Das kann man als Erfolg verkaufen, wenn man ein neues Produkt einführt. Das Bildungspaket jedoch darf nicht nach den Kriterien des Marktes bewertet werden, das Bildungspaket erfüllt allenfalls die Mindestvorgabe des Bundesverfassungsgerichts. Und das auch nur, wenn es für alle bedürftigen Kinder zur Verfügung steht. Die Hälfte? Für Ursula von der Leyen ist das positiv, für einen Sozialstaat, der sich als solcher in der Pflicht sieht, ist das ein Armutszeugnis. Die Hälfte des Geldes kommt nicht an. So lautet das Ergebnis nach einem Jahr. Weil Eltern sich nicht ausreichend kümmern? Sicher. Sicher aber auch, weil der bürokratische Aufwand zu hoch ist – für Antragsteller und Verwaltungen –, weil vor allem Politiker der Union von einer Holschuld sprechen und direkte Hilfe verweigern.

Die effiziente Lösung hieße: Abrechnung der Mittel über die Kindertagesstätten, Schulen und Vereine. Ohne Umwege. Machbar wäre das, gewollt ist es nicht. Die Bundeskanzlerin hat gerade erst angekündigt, das Bildungspaket überprüfen zu lassen. In zwei Jahren.

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