Gute Reserven in Stadtwäldern

Die Wipfel alter Bäume in Waldheim.
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Die Wipfel alter Bäume in Waldheim.

Über 20 000 Euro gewinnt die Stadt Warin in diesem Jahr aus ihren Wäldern. Ungewiss ist allerdings,wie es im nächsten Jahr mit der finanziellen Seite weiter geht. Die Holzpreise sind stark gefallen, sagt Stadtförster Uwe Möller.

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23. Dezember 2008, 04:57 Uhr

Warin | Die Staatsforst wollte alle 20 Meter eine Schneise schlagen, um daraus zu wirtschaften, erklärte Warins Bürgermeister Hans-Peter Gossel: "Das haben wir untersagt!" Die Stadt entschied sich auch aus diesem Grund, einen anderen Förster mit der Betreuung ihrer Wälder zu beauftragen. Das ist seit zwei Jahren Uwe Möller aus Weiße Krug.

Für die Bewirtschaftung einer Fläche von rund 150 Hektar ist Möller zuständig. Davon sind 135 Hektar auch wirklich Wald, der Rest sind u.a. Sümpfe, Wildacker und Wiesen. Auf rund zwei Dritteln des Wariner Stadtwaldes wachsen Kiefern, auf rund elf Hektar Erlen. Die anderen Baumarten haben derzeit kaum Bedeutung, so der Stadtförster.

Ein großer Teil des Baumbestandes in den städtischen Wäldern ist zwischen 40 und 100 Jahre alt. Diese Bäume sind quasi im besten Alter, in dem sie von Jahr zu Jahr am meisten wachsen. Der Bestand wurde neu taxiert. Demnach sind es fast 300 Festmeter Holz pro Hektar. "Das ist ein guter Schnitt", sagt Möller. Geplant ist, pro Jahr fünf Festmeter je Hektar zu ernten.

Gerechnet wird zugleich mit einem jährlichen Zuwachs von acht Festmetern.

Der jüngere Bestand muss zugleich gepflegt und neue Bäume müssen gepflanzt werden. Das kostet Geld. In diesem Jahr sind die Holzpreise stark gefallen. Man könne noch nicht sagen, wie es mit der Wirtschaftlichkeit des Stadtwaldes im kommenden Jahr aussieht, sagt Möller.

Im vergangenen Jahr konnte der Stadtförster einen Gewinn von 21 000 Euro erwirtschaften. In diesem Jahr sind es voraussichtlich 23 600 Euro.

Die ältesten Kiefernschonungen im Stadtwald mit 120 bis 130 Jahre alten Bäumen sollen nicht angerührt werden. Eine befindet sich im Ortsteil Pennewitt, die andere in Waldheim. Hier wachsen die alten Bäume in einem Streifen von 80 Metern und sind nicht geharzt.

Anwohner Hans Kaiser aus Waldheim freut sich über die Ankündigung der Kommune, dass der Hochwaldstreifen nahe seines Anwesens stehen bleibt. Durch den Wald sind sein Grundstück und das seiner Nachbarn meist im Windschatten. Nur bei Ostwind über den Glammsee wird es auch hier ungemütlich.

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