Drei Fragen an den Bürgermeister : Großer Zusammenhalt

Wolfgang Hilpert

Wolfgang Hilpert

Dörfer am Lewitzrand punkten mit vielen Perlen

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24. November 2015, 09:14 Uhr

Am Tor zum Landschaftsschutz- und europäischen Vogelschutzgebiet gelegen, gilt die Gemeinde Lewitzrand als einwohnerstärkste im Bereich des Amtes Parchimer Umland. Für Wolfgang Hilpert ist es die 2. Amtszeit als Bürgermeister der Großgemeinde.

Was macht die Dörfer der Gemeinde Lewitzrand so lebenswert?

Zwischen den Ortsteilen hat sich seit der Fusion ein sehr guter Zusammenhalt entwickelt. Das ist in hohem Maße den ca. 30 Vereinen und Interessengruppen zu verdanken. Wir verfügen über eine hervorragende Infrastruktur: ein intaktes Straßen- und Radwegenetz und von der Kita bis zur Tagespflege über ein in sich geschlossenes Kinderbetreuungssystem. Unsere Wasserwanderrastplätze Lewitzcamp und an der Schleuse, das Garwitzer Bad und der Klinker See sind Perlen, die viele Besucher anlocken. Unsere Gemeinde kann mit zwei gut funktionierenden Lebensmittelverkaufsstellen und zwei familiengeführten Gaststätten punkten. Übernachtungsmöglichkeiten bietet der Eldepark. An fünf Tagen in der Woche steht dem Nachwuchs der Jugendclub der Gemeinde mit Räumen in Matzlow, Raduhn und Klinken offen.

Was sollte sich ein Besucher unbedingt ansehen?

Schon von der Lage her bietet sich ein Ausflug mit dem Fahrrad oder per Kutsche in die Lewitz mit einer Rast auf dem Forsthof in Rusch an. Einen Besuch wert ist die zwischen 2004 und 2007 sanierte Kirche in Raduhn. Mit Hilfe des Fördervereins Lewitzrandorgeln konnte die Runge-Orgel saniert werden. Ein Augenschmaus ist die Kirche in Klinken. Auch hier hat der Förderverein fleißig Geld für die Sanierung der Orgel, Runges Meisterstück, gesammelt, so dass die Arbeiten 2016 in Angriff genommen werden können.

Wo sehen Sie Ihre Gemeinde in zehn Jahren?

Hoffentlich in einem relativ ruhigen Fahrwasser. Zum Glück haben wir keine Nachwuchsprobleme. Es gibt viele junge Familien mit kleinen Schulkindern. Kompliziert stellt sich die gesamte Haushaltsproblematik da. Ich bin gespannt, wie das Land diese Aufgabe in Zukunft angehen wird. Wenn es in Sachen Finanzausgleichsgesetz kein Umschwenken gibt, mache ich mir große Sorgen. Alle zehn Gemeinden in unserem Amt sind schon jetzt in der misslichen Lage, ein Haushaltskonsolidierungskonzept schreiben zu müssen.

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