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Greifswalder Wissenschaftler erforschen neue Methode

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erstellt am 17.Dez.2011 | 03:51 Uhr

Greifswald | Wissenschaftler der Universitätsklinik Greifswald erforschen eine neue Methode, um Schmutzpartikel unter der Haut komplett und möglichst schonend zu entfernen. Dabei gehe es vor allem darum, das Risiko der Narbenbildung bei "Schmutztätowierungen" zu minimieren, wie Medizinprofessor Hans-Robert Metelmann, ehemals Bildungsminister von Mecklenburg-Vorpommern, sagt. Gemeint sind eingewachsene Ablagerungen beispielsweise von Straßenschmutz nach einem Unfall. Die Methode könne aber auch für die Entfernung von farbigen Tattoos in Frage kommen, so Metelmann.

Geforscht werde an einer kombinierten Anwendung von Laserstrahl und Wasserstrahlskalpell. Während mit dem Laserstrahl eine dünne Hautdecke abgetragen werde, könne das Wasserstrahl skalpell eingesetzt werden, um schadstoffreiche Partikel unter der Haut auszuspülen, erklärt der Greifswalder Mediziner. Bislang würden diese Partikel mit einem Tupfer oder einem anderen Laser entfernt. Dabei könnten sich jedoch Narben bilden.

Wegen dieses Risikos werde das bisherige Verfahren in der Regel nicht bei Tattoos angewendet. Hier komme immer noch am häufigsten die Sprengung der Farbpartikel per Laserstrahl zum Einsatz. "Dabei muss man aber bedenken, dass die Farbpartikel nicht völlig verschwinden, sondern nur in tiefere Hautschichten versinken oder auf dem Lymphweg abtransportiert werden", sagt Metelmann.

Eine Entfernung könne jedoch sinnvoll sein, wenn die Tattoo-Studios mit schlichten Autolacken statt mit schadstofffreien Farben gearbeitet hätten.

Die Universität in Greifswald bietet seit 1999 einen Weiterbildungsstudiengang für Ästhetische Lasermedizin an. Der Studiengang DALM (Diploma in Aesthetic Laser Medicine) war gegründet worden, um die Qualität in der ungeregelten Lasermedizin zu verbessern. Im vergangenen Monat ist eine Greifswalder Dependence für den Studiengang in Indien gegründet worden, wo es eine große Nachfrage nach ästhetischer und plastischer Chirurgie gibt.

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