Kommentar : Grau ist alle Theorie

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13. Juni 2016, 18:46 Uhr

Die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze führt bereits jetzt zu Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Der Anteil der Beschäftigten über 60 wächst. Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass nicht jeder körperlich und geistig in der Lage sein wird, mit  70 Jahren noch im Job zu stehen. Für alle, die das nicht können, läuft jede Erhöhung der Altersgrenze auf eine Kürzung ihrer Altersbezüge hinaus. Für diejenigen, die länger arbeiten sollen, werden passende Jobs benötigt – und da besteht jede Menge Nachholbedarf.

Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit über die Rente mit 67 hinaus löst das Vorsorge-Problem der Deutschen nur theoretisch.  Faktisch muss es vor allem darum gehen, die betriebliche und private Absicherung zu stärken, um so  Altersarmut zu bekämpfen. Hier ist die Große Koalition gefragt, ein Konzept aus einem Guss zu entwerfen. Bisher aber haben sich Union und SPD vor allem darauf konzentriert, mit  wolkigen Ankündigungen die Hoffnung auf eine Stabilisierung des gesetzlichen Rentenniveaus zu wecken – ein fahrlässiges Vorgehen.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 75.000 Schüler und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
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