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23. November 2017 | 10:30 Uhr

GPS-Gegenangriff

vom

svz.de von
erstellt am 17.Nov.2011 | 12:28 Uhr

Die in der verkehrspolitischen Diskussion in die Defensive geratene Automobilindustrie versucht nicht nur, sich durch die Entwicklung umweltverträglicherer Antriebsarten von ihrem Negativimage zu befreien. Sie setzt auch auf den Werbeeffekt sogenannter Assistenzsysteme (die passionierte Autofahrer allerdings als Akt der Entmündigung empfinden). Durch GPS-Empfänger vernetzt, sollen Fahrzeuge miteinander und mit der Verkehrsinfrastruktur kommunizieren. Stau- und Baustellenwarnungen; optimierter Verkehrsfluss durch automatische Kolonnenbildung; die Meldung der für eine „grüne Welle“ geeigneten Geschwindigkeit an den Bordcomputer – kein Zweifel: Die neue Technologie zielt darauf ab, die klassischen Anti-Autofahr-Argumente zu entkräften. Zumal die Endstufe aller Assistenzsystemträume der selbstlenkende Pkw ist. Der „Fahrer“ könnte dann bei angeblich verringertem Unfallrisiko wie in der Bahn die Zeit nutzen, um Zeitung zu lesen, Mails zu checken oder SMS zu verschicken. Wobei böse Zungen behaupten, dass sich der ein oder andere Schleswig-Holsteiner schon heute beim Fahren nicht von der Ausübung solcher Nebentätigkeiten abhalten lässt.

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