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18. November 2017 | 07:47 Uhr

Gorillas im Rostocker Zoo

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2013 | 09:24 Uhr

Rostock | Die Haltung von Gorillas im Rostocker Zoo hat eine lange Tradition. In den 1990er-Jahren lebten Copo und Sanga lange als Paar miteinander im alten Menschenaffenhaus. Als Copo im Jahr 1998 starb, war Sanga zunächst allein. Sie war als Wildfang in menschliche Obhut gekommen und war von Menschenhand aufgezogen. Assumbo und Nigra aus Prag sollten Sanga Gesellschaft leisten. Aber Sanga verteidigte mit ihrem dominanten Wesen ihr Territorium, was dazu führte, dass sie von den Pflegern nur noch die "Königin" genannt wurde. Den beiden Artgenossen hat sie sich nie richtig angenähert. Erst als Nigra starb, entdeckte sie das interessante Spiel mit Assumbo und genoss sichtlich die Gemeinschaft mit ihm. Nach dem Tod von Sanga blieb Assumbo als einziger Gorilla im Menschenaffenhaus. Der Bau vom Darwineum wurde herbeigesehnt, denn erst hier sollte Assumbo in Gesellschaft leben und eine Gruppe aufbauen. Bis dahin wählte er seine Pfleger als Ersatzgesellschafter und forderte das Spiel und die Unterhaltung mit ihnen.

Der Umzug ins Darwineum hat Assumbo sichtlich gut getan. Er ist stärker und muskulöser geworden, wahrscheinlich durch die intensivere Bewegung. Hier zog er mit den beiden Gorillamädchen Yene und Eyenga in ein Gehege. Die beiden in England aufgezogenen Gorilladamen sind hervorragend sozialisiert, achten und respektieren ihren Gorillamann. Sie erfreuen die Zoo-Besucher mit ihren Kletterkünsten.

Im zweiten Gorillagehege des Darwineums haben sich Gorgo und Bebe aus Leipzig eingelebt. Der jüngste Zugang ist Zola, die kleine, vierjährige Tochter von Gorgo. Sie gehört inzwischen zu Assumbos Gruppe. Hier hat sie besonders gute Entwicklungs- und Spielmöglichkeiten.

Stichwort Gorilla

Gorillas zählen zu den faszinierendsten Menschenaffen. Das dichte schwarze oder grauschwarze Fell, die beeindruckende Körpergröße (aufgerichtet bis 2,30 Meter), die breiten Schultern, die langen muskulösen Arme und ihr interessanter Gesichtsausdruck strahlen imponierende Stärke aus.
Gorillas haben keine natürlichen Feinde. Nur den Menschen, der ihren natürlichen Lebensraum zerstört und sie bejagt.

Bereits vor 6,5 Millionen Jahren hat sich die Linie der Gorillas vom Zweig der Menschenähnlichen getrennt. Neben den Gorillas zählen die Schimpansen und Bonobos zu den Menschenaffen, die dem Menschen genetisch am ähnlichsten sind.

Gorillas leben in den mittleren Teilen Afrikas. Gorillamänner können ein Körpergewicht von 275 Kilogramm erreichen, in Zoos haben sie sogar schon 350 Kilo auf die Waage gebracht.

Gorillas leben in kleinen Gruppen zusammen, die von einem erfahrenen Mann angeführt werden. Die Mitglieder einer Gruppe müssen nicht zwingend verwandt sein.

Unklarheiten werden durch Körpersprache, Drohgebärden, Gestik, Mimik und Gebrüll beseitigt. So werden ernsthafte Verletzungen untereinander vermieden.

Ab einen Alter von zehn Jahren färbt sich das schwarze Rückenfell der Männer grau, sie werden Silberrücken genannt.

Im Zoo konnten Gorillas ein Alter von 55 Jahren erreichen, frei lebende Gorillas werden etwa 35 bis 40 Jahre alt.

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