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17. Oktober 2017 | 19:14 Uhr

Goethe versteckte erstmals Eier zu Ostern

vom

svz.de von
erstellt am 21.Apr.2011 | 12:43 Uhr

Der Brauch, zu Ostern Eier zu verschenken, hängt eng mit der katholischen Fastenzeit zusammen. Im Winter waren früher Lebensmittel knapp - auch Eier. Die wenigen Eier, die es vor Ostern schon gab, wurden gesammelt und häufig zu Ostern in der Kirche als Symbol der Fruchtbarkeit geweiht, berichten Fachleute der volkskundlichen Beratungsstelle in Erfurt.

Weil es zu dieser Jahreszeit noch keine anderen Naturalien zum Bezahlen gab, wurden Eier auch oft verwendet, um Pacht an die Grundherren zu bezahlen. Wahrscheinlich sei aus dieser Tradition der Brauch des Verschenkens entstanden.

Die Tradition, Eier für Kinder zu verstecken, führt nach Weimar, zum Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe. Seit 1777 versteckte er zu Ostern Eier in seinem Garten und lud die Kinder seiner Bekannten zum Suchen ein. Es sei ungeklärt, ob Goethe diese Tradition erfunden hat, heißt es in Erfurt. Aber das Eier-Suchen sei erstmals in diesem Zusammenhang erwähnt worden. Bis heute darf an jedem Gründonnerstag eine Gruppe Kindergartenkinder in Goethes Garten im Park an der Ilm „Haseneier“ suchen.

Das Färben und Bemalen von Eiern kam offenbar noch später auf. Erste Berichte, dass Ostereier künstlerisch verziert wurden, stammten aus dem 19. Jahrhundert. Damals wurden die Eier mit Zwiebelschalen oder Fruchtsäften bunt gefärbt.

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