zur Navigation springen
Neue Artikel

21. Oktober 2017 | 17:57 Uhr

hintergrund : Gewalt oft Alltag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schläge und andere Formen der Misshandlung gehören für die meisten Kinder weltweit zum Alltag. Einer Unicef-Studie zufolge erleben rund eine Milliarde Kinder zwischen zwei und 14 Jahren regelmäßige Gewalt – das sind etwa 60 Prozent. In Ländern wie Ägypten, dem Jemen und dem Tschad müssen 40 Prozent der Kinder sogar schwere Prügelstrafen erdulden. Die Ansicht, dass körperliche Züchtigung zur Erziehung gehöre, ist Unicef zufolge vor allem in armen Familien mit geringer Bildung verbreitet. Nur wenige Staaten schützten Kinder gesetzlich vor Gewalt, kritisiert das Kinderhilfswerk. In Deutschland sind Kinder erst seit wenigen Jahren gesetzlich vor Gewalt geschützt. Im November 2000 trat eine Änderung des Paragrafen 1631 („Inhalt und Grenzen der Personensorge“) im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in Kraft. Darin heißt es nun: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig“. Die „Misshandlung von Schutzbefohlenen“ regelt überdies Paragraf 225 des Strafgesetzbuches. Danach drohen demjenigen bis zu zehn Jahre Haft, der zum Beispiel „eine Person unter achtzehn Jahren (...), die seiner Fürsorge oder Obhut untersteht, (...) quält oder roh misshandelt“.

Der Klartext-Papst



Papst Franziskus hat mehrfach mit für den Vatikan ungewöhnlichen Äußerungen Aufsehen erregt. Einige Beispiele:

Familienplanung: „Manche Menschen glauben – entschuldigen Sie den Ausdruck –, dass sich gute Katholiken wie Karnickel vermehren müssen.“

Familienehre: „Wenn Dr. Gasbarri (der Reiseorganisator des Papstes), mein lieber Freund, meine Mama beleidigt, erwartet ihn ein Faustschlag.“

Tratsch: „Es ist die Krankheit der feigen Menschen, die nicht den Mut haben, direkt mit jemandem zu sprechen und hinter dem Rücken reden.(...) Brüder, schauen wir auf den Terrorismus des Geschwätzes!“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen