Geschafft! ... Geschafft?

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07. September 2012, 08:08 Uhr

Das Darwineum ist eröffnet - es ist geschafft. Was der Rostocker Zoo in einem riesigen Kraftakt auf die Beine gestellt hat, ist beeindruckend: eine 20 000 Quadratmeter große Erlebniswelt, die die Evolution greifbar darstellt und gleichzeitig ein neues Zuhause für Tiere 40 verschiedener Arten ist. Einen besonderen Platz nimmt dabei die Menschenaffen-Anlage für Gorillas und Orang Utans ein. Nach einer mehr als zehn Jahre dauernden Planung ging der Bau pünktlich und in einer Rekordzeit von 15 Monaten über die Bühne.

Das wirklich Bemerkenswerte an dem Mega-Projekt aber ist, dass es von Beginn bis heute eine Gemeinschaftsleistung ist. Zoo und Kommunalpolitik, Hansestadt und Land zogen dafür an einem Strang. Und allen voran die Rostocker: Mit der beispiellosen Spendenaktion "Schaffen für die Affen" sammelten sie mehr als eine Million Euro und legten damit einen wichtigen Grundstein für das insgesamt 29 Millionen Euro schwere Projekt. Die neue Attraktion im Zoo macht schon jetzt deutschlandweit von sich reden und wird bald Gäste aus dem ganzen Land und darüber hinaus anziehen.

Den jetzt erwarteten Boom muss der Zoo also klug nutzen und versuchen, die Welle der Begeisterung möglichst lange im Rollen zu halten. Es kommt dabei darauf an, dass er zusätzliche Einnahmen, ebenso wie die städtischen Zuschüsse, mit Bedacht einsetzt.

Ähnlich wie das ehemalige Affenhaus gibt es viele renovierungsbedürftige Anlagen. Zoodirektor Udo Nagel kündigte bereits an, dass als nächstes die Bärenburg erneuert werden soll. Aber auch viele kleinere Anlagen sind verschlissen. Nur wenn der Zoo weiter an zeitgemäßen Haltungsbedingungen für Tiere und modernen Bildungsangeboten arbeitet, wird es gelingen, die Besucherzahlen auch langfristig oben zu halten. Fertig ist der Zoo noch lange nicht.


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