Weihnachten : Geschäft zieht zum vierten Advent an

Gedränge im Geschäft, Stau vor den Einkaufszentren: Das Weihnachtsgeschäft brummt zum vierten Advent.
Gedränge im Geschäft, Stau vor den Einkaufszentren: Das Weihnachtsgeschäft brummt zum vierten Advent.

Gedränge im Geschäft, Stau vor den Einkaufszentren: der Handel zur Weihnachtszeit brummt.

svz.de von
22. Dezember 2013, 22:39 Uhr

Beim Endspurt im Weihnachtsgeschäft zeichnen sich für den Einzelhandel in Berlin und Brandenburg gute Geschäfte ab. „Es zieht an. Wir sind durchaus zufrieden“, sagte Günter Päts, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburgs, am Samstag.

In den Kaufhäusern und Einkaufszentren in der Hauptstadt und in Brandenburg herrschte am Samstag dichtes Gedränge, Parkplätze waren überfüllt. Vor allem in Brandenburg sei der Andrang gewachsen, so Päts. Der Handel in der Region erhofft sich vor allem durch die Öffnung am vierten Adventssonntag klingelnde Kassen. Der Internethandel setze dem Einzelhandel allerdings immer mehr zu, berichtete Päts. „So stark haben wir den Online-Wettbewerb nicht eingeschätzt.“ Der Handel sei bislang von einem Anteil von 15 Prozent ausgegangen. „Tatsächlich sind es nach bundesweiten Erhebungen über 20 Prozent.“ Vor allem junge Leute wählten diesen Weg. „Das Weihnachtsgeschäft ist eher zum Familiengeschäft geworden. Dafür ist das Wochenende prädestiniert.“

In diesem Jahr würde dies noch durch Brückentage am 23. und 27. Dezember unterstützt. „In der Verwaltung, aber auch in vielen Betrieben wird nicht gearbeitet. Der Handel rechnet mit entsprechend größerem Ansturm“, so der Vize-Verbandschef. Dies gelte auch für das Nach-Weihnachtsgeschäft, weil Geldgeschenke und Gutscheine umgesetzt würden. „Da der Beschenkte häufig selbst Geld drauflegt, sind die Tagesumsätze dann teils höher als im Weihnachtsgeschäft.“

„Wir verzeichnen ein Plus gegenüber dem Vorjahr“, berichtete Hagen Wichmann vom Management des A10-Centers Wildau am südlichen Berliner Ring. Vor allem die Öffnung am dritten Adventssonntag habe sich gelohnt. „Da haben wir davon profitiert, dass die Geschäfte in Berlin nicht auf hatten.“ Aber auch am vierten Adventswochenende seien die Geschäfte voll. „Die Kunden kommen alle mit dem Auto her und wollen kaufen. Sie gehen alle mit vollen Tüten raus.“ Doch vor allem der Fachhandel in den kleineren Städten wie in der Uckermark, Prignitz oder im Kreis Elbe-Elster habe jedoch zu kämpfen. Ihnen mache der Onlinehandel besonders zu schaffen. Der Handel vor Ort profitiere allerdings erfahrungsgemäß von Last-Minute-Einkäufen.

Gefragt sind hier auch leichtere Geschenke: Gutscheine. Egal, ob vom Einkaufscenter oder dem Luxus-Kaufhaus - sie waren überall begehrt, wie die Geschäfte berichteten. Beliebt sind aber auch die klassischen Weihnachtsgeschenke wie Unterhaltungselektronik, Computerspiele, Parfüm, Schmuck, Spielwaren und Kleidung. Ladenhüter dagegen sind angesichts der milden Temperaturen Wintersportsachen oder Schlitten. Richtig gut gehen zudem Lebensmittel: „Einige Geschäfte haben nur noch sehr ausgesucht Weihnachtsartikel in den Regalen. Wer einen reichen bunten Teller haben möchte, kommt mitunter schon zu spät“, stellte Päts fest.

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