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16. August 2017 | 17:21 Uhr

Gemeinde sagt Silvesterfeuerwerk ab

vom

Kap Arkona | Nach dem gewaltigen Kreideabbruch am Kap Arkona und der bislang erfolglosen Suche nach einem zehnjährigen Mädchen hat die Gemeinde Putgarten das für Silvester geplante Höhenfeuerwerk abgesagt. Korrespondent Ralph Sommer sprach mit Bürgermeister Ernst Heinemann (Bündnis für Rügen).

Was bewog die Gemeindevertretung zu ihrem Entschluss?

Heinemann: Die Entscheidung wurde am Dienstagmorgen nach 16 Stunden erfolgloser Suche getroffen. Wir können und wollen am Samstag am Ort der Katastrophe nicht heile Welt spielen und mit bis zu 10 000 Besuchern und einem Feuerwerk an den Leuchttürmen feiern. Wir werden uns natürlich trotzdem um unsere Gäste kümmern und mit ihnen das neue Jahr der Situation angemessen mit dem traditionellen Turmblasen und einem Lagerfeuer begrüßen.

Welche Sicherheitsvorkehrungen trifft die Gemeinde?

Wir haben inzwischen alle markanten Stellen im Umfeld des Kreideabbruchs weiträumig und vermutlich auch längerfristig abgesperrt. Der Strand ist für Fußgänger nicht mehr ohne Weiteres erreichbar. Vorsichtshalber hatte die Gemeinde ja schon vor zwei Jahren einen Küstenwanderweg oberhalb der Kliffkante um zehn Meter landeinwärts verlegt.

Sollten nach all den Küstenabbrüchen der vergangenen Jahre nicht generell die Strände und Steilküsten gesperrt werden?

Man kann den Leuten natürlich nicht verbieten, die Strände aufzusuchen. Aber ich denke, wir müssen vielleicht ein neues Verhältnis zu unserer Steilküste finden. Wir müssen akzeptieren, dass Natur nicht überall, zu jeder Jahreszeit und unter allen Wetterverhältnissen erlebbar sein kann.

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erstellt am 27.Dez.2011 | 07:28 Uhr

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