Splitter : Gemeinde durch ehrenamtlichen Einsatz vorangebracht

Marita Spatzier auf der Orgelempore der Kirche in Burow
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Marita Spatzier auf der Orgelempore der Kirche in Burow

Stets Blick darauf, dass beide Ortsteile berücksichtigt werden

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17. November 2015, 10:35 Uhr

Marita Spatzier engagiert sich seit mittlerweile über zehn Jahren im Kirchgemeinderat und hat einen guten Überblick, was ehrenamtlichen Einsatz angeht. Selbst durch Elfriede Hildebrandt animiert, die sich damals um Nachwuchs bemühte, sollte es eigentlich nur ein Hineinschnuppern sein, doch der Enthusiasmus wuchs mit der Zeit so stark, dass die Burowerin nicht nur die Regie beim Krippenspiel mit selbst genähten Kostümen übernahm, sondern sogar irgendwann auch Gottesdienste hielt. Dann zog sie die Notbremse und hörte auf: „Mein Mann ist nur am Wochenende zuhause und wir erlebten so gut wie keine gemeinsame Freizeit mehr. Das wollten wir ändern.“ Das heißt nicht, dass jegliches Engagement beendet ist. „Heute kümmere ich mich zum Beispiel um die Grabplatzverteilung und wenn die Kirche gebraucht wird, klingelt man bei mir“, sagt Marita Spatzier. Sie lobt den Einsatz des Bürgermeisters und seines Stellvertreters Alexander Grünholz, die öffentliche Flächen in beiden Ortsteilen mähen, und hebt Peter Suhr sowie Manfred Poppe hervor, die ehrenamtlich Gischow pflegen. Für die dortige, 300 Jahre alte, mittlerweile sanierte Fachwerk-Kirche ist Willi Hase aktiv, Jürgen Wolf habe sie als sein Hobby ausgemacht. Das Gotteshaus in Burow aus dem 19. Jahrhundert kämpft hingegen noch mit großen Schäden.

Im ehemaligen Tanzsaal in Burow ist die Feuerwehr untergebracht, die in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen feierte. Ihr Chef Nick Wolf habe die Truppe zu neuem Leben erweckt und sorge dafür, dass Bewohner aus beiden Ortsteilen regelmäßig zusammenkommen. Es sei sehr wichtig, stets den Blick auf Gischow und Burow zu haben, damit sich niemand benachteiligt fühle: „Auch deshalb findet zum Beispiel die Rentnerfeier jedes Jahr wechselnd in beiden Orten statt.“

Zustrom aus ganz Deutschland

Mit der „Jagdschule Rehse“ ist in Gischow seit 2010 eine mittlerweile sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus gefragte Einrichtung ansässig. „Unser größtes Ziel ist, Menschen zu verantwortungsvollen Jägern auszubilden. Dazu gehört, unsere Umwelt sowie die in ihr lebende Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Zudem beleuchten wir die Herstellung von Lebensmitteln“, sagt Inhaber und Schulungsleiter Gösta Rehse. Im Jahr finden etwa elf Kurse statt, die mit zehn bis 15 Schülern belegt sind. Die mündliche Prüfung wird in der Schule abgenommen, die praktische auf dem Schießstand in Lübz – beides durch den Landkreis.

Die Schule wurde bereits 2004 gegründet. Warum der Umzug nach Gischow? „Der Dreiseitenhof ist ideal für uns und man lernt, wo andere Urlaub machen – mitten in eindrucksvoller Natur.“

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