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21. Oktober 2017 | 04:53 Uhr

Geisterspiele braucht kein Mensch

vom

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2011 | 10:33 Uhr

Das Geisterspiel ist für den FC Hansa Rostock vorbei, die bösen Geister rund um den ostdeutschen Traditionsklub sind jedoch weiterhin nicht gebannt. Sportlich bleibt das Abstiegsgespenst ein treuer Begleiter der Wolf-Truppe in der Winterpause und rund um den Verein ließ sich der Ungeist von Gewalt erneut nicht vertreiben. Wieder prügelten Verbrecher, die den FC Hansa als Deckmante missbrauchen, auf Anhänger der Gastmannschaft ein. Der Ausschluss der wahren Fußballbegeisterten hat also nichts geändert. Deshalb müssen sich alle fragen, ob sie genug und vor allem, ob sie das Richtige getan haben.

In erster Linie muss dies natürlich der Verein selbst tun. Dem FC Hansa kann und muss man vorwerfen, mit falsch verstandene Toleranz gegenüber Teilen der gewaltbereiten Fan-Szene der Geister, die man rief, nicht mehr Herr geworden zu sein. Aber auch die Fans selber müssen sich hinterfragen, ob sie nicht selbst von allen guten Geistern verlassen sind, wenn sie weiterhin Chaoten den Schutz ihrer Masse bieten. Der Feind der Hansa-Fans trägt keine blaue Polizeiuniform, sondern benutzt den blau-weiß-roten Schal zur Vermummung. Aber auch der DFB muss sich fragen lassen, ob er alles richtig gemacht hat. Hansa wurde im Vorfeld mit dem Geisterspiel so hart wie möglich bestraft - und durch Schiedsrichter Deniz Aytekin auf dem Feld mehrfach klar benachteiligt. Sofort geistert das böse Wort Doppelbestrafung durch Rostock.
Team und Fans brauchen nun ganz viele Schutz-Engel. Doch für die war im Geisterstadion gestern kein Platz.

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