Gebührenerlass für Scandlines?

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10. April 2009, 08:58 Uhr

Rostock | Der Rostocker Hafen will Scandlines Gebühren in sechsstelliger Höhe erlassen, wenn die Fährreederei von der Streichung weiterer Linien absieht. Die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock Port sei bereit, in diesem Fall auf 300 000 Euro an Einnahmen zu verzichten, berichtete der NDR gestern. Das Geld werde jedoch zurückverlangt, falls die Reederei nachträglich Verbindungen im Ostseeraum abbauen sollte. Die Scandlines-Spitze will bis Ende April über Stellenkürzungen in Rostock entscheiden.

Gebührenverzicht? "Von einer solchen Regelung weiß ich nichts", sagt Rostocks OB Roland Methling, der dies derzeit auch ablehnt. Denn mit dem Verkauf der Reederei durch die Bahn sei nicht nur die Garantie auf Erhalt der Arbeitsplätze bis Ende 2010, sondern auch der Unternehmensbereiche festgelegt worden. Methling betont, aufgrund des vom Innenministeriums geforderten Schuldenabbaus gebe es keinen Spielraum, um auf Erlöse von Firmen mit städtischer Beteiligung wie der Hero zu verzichten. Anders sehe es 2010 aus. Dann müsse man über alle Möglichkeiten zur Hilfe nachdenken, um Arbeitsplätze bei Scandlines in Rostock auch nach 2010 langfristig zu erhalten. "Dann darf auch ein Verzicht auf Hafengebühren keineswegs von vornherein ausgeschlossen werden."

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