Splitter : Gauck: Von Lüssow ins Schloss Bellevue

Trutzig steht sie da – die Kirche in Lüssow.
Trutzig steht sie da – die Kirche in Lüssow.

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10. November 2015, 05:51 Uhr

Sehenswert ist sie, die Feld- und Backsteinkirche aus dem Jahr 1257 in Lüssow. Bewegt ist auch ihre Geschichte. 1819 vernichtete ein Blitzschlag die Turmspitze der kleinen Dorfkirche und der Turm brannte vollständig aus. Den Schaden behob man provisorisch mit dem Aufsetzen eines Pultdachs. Von 1866 bis 1870 erfolgte eine umfassende Rekonstruktion, die das Erscheinungsbild der Kirche im Wesentlichen bis heute bestimmt. Dabei wurde die Turmspitze nach dem Vorbild der Güstrower Pfarrkirche gestaltet.

In der Zeit von 1967 bis 1972 hatte der heutige Bundespräsident Joachim Gauck hier seine erste Pfarrstelle. Ärmlich waren die Verhältnisse im Lüssowwer Pfarrhaus damals. Das beschreibt Gauck auch in seiner Biografie „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“. Ganz weltlich ging er hier aufs Plumpsklo, teilte sein Haus mit Flüchtlingen und hatte kein fließendes Wasser. Gauck sei „einer von uns“ gewesen, erinnert sich Bürgermeister Wilfried Zander an den heutigen Bundespräsidenten.

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