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24. November 2017 | 23:30 Uhr

Gänsehaut am Hamburger Hafen

vom

svz.de von
erstellt am 15.Aug.2012 | 07:53 Uhr

Hamburg | Die Fahnenträger vorneweg: Natascha Keller und Kristof Wilke betraten als erste der 217 Athleten aus der deutschen Olympiamannschaft gestern gegen 10.45 Uhr wieder deutschen Boden. Mit der Flagge in der Hand liefen sie ein, wie bei Eröffnungs- und Schlussfeier. Umjubelt wurden sie von etwa 20 000 Hamburgern, die der Mannschaft auf dem MS "Deutschland" am Elbufer und im Hafen einen glänzenden Empfang breiteten.

"Moin, Moin Olympiahelden! Schön, dass ihr hier seid", stand auf einem großen Plakat beim Kreuzfahrtterminal zu lesen. Dort endete die Rückfahrt, die zwei Abende zuvor am South Quay in London begonnen hatte. "Es war eine super Reise und ein ganz toller Abschluss", sagte Hockeyspielerin Keller, "das war so viel schöner, als einfach in den Flieger zu steigen, und dann ist man weg."

Rund 60 Boote begleiteten das Traumschiff auf seinem Weg elbaufwärts. Gecharterte Barkassen voller Touristen, Elbfähren und winzige Motorjollen gaben dem Kreuzer Geleit.

Am Abend zuvor war an Bord noch heftig gefeiert worden. Die Disko am Pool wurde zur großen Abschlussfete. Nachts um halb zwei bat DOSB-Generalsekretär Michael Vesper, nicht mehr zu fotografieren. Dokumentiert, wie heftig es tatsächlich wurde, ist also nichts. Am Morgen aber standen alle in ihren weißen Trainingsanzügen bereit an Deck.

"Es bereut keiner, dass er hier mitgefahren ist", sagte Schwimmer Steffen Deibler aus Hamburg. Sich untereinander kennenzulernen, zu feiern und zu quatschen, das schätzten sie alle ganz besonders.

Auch wenn die meisten der Athleten recht müde aus der Wäsche schauten, war die Begeisterung über die Willkommensfeier spürbar. Gänsehaut pur, brachte Hockeyspieler Moritz Fürste das Gefühl auf den Punkt. Vom Hafen ging es auf dem Wasserweg unter dem Jubel tausender Fans ins Hamburger Rathaus.

Im Festsaal klang die Willkommensfeier langsam, aber sicher aus. "Wir haben uns zum Schluss gerade noch ins Goldene Buch der Stadt eingetragen", erzählte Maximilian Reinelt, Mitglied des siegreichen Ruderachterteams. Ein runder Abschluss zu einer runden Feier, die in Erinnerung bleiben wird - auch wenn die impertinente "Traumschiff"-Melodie vermutlich irgendwann wieder in Vergessenheit gerät.

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