Fundgrube Stadtarchiv: Schuhstraße 18

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15. September 2012, 02:12 Uhr

1853 brach in dem Stallgebäude in der Schuhstraße 18 ein Feuer aus, das dieses sowie das Vorderhaus zerstörte. Nach Verkauf des Anwesens erbaute der neue Eigentümer um 1855 ein neues Wohnhaus.

Ebenfalls 1853 wurde das in der Bäcker-/Ecke Uferstraße stehende zweistöckige Vorhaus durch ein größeres Feuer zerstört. In diesem befand sich der Betsaal der jüdischen Gemeinde Perleberg. Da die jüdische Gemeinde nun auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für einen neuen Betsaal war, einigte man sich mit dem neuen Eigentümer auf die Einrichtung eines neuen Betsaales im Haus Uferstraße 18. Dieser hatte von der Schuhstraße aus einen besonderen Aufgang, von außen gekennzeichnet in der Verbindungsstraße Schuh- zur Uferstraße durch hohe Bogenfenster. Der Saal lag im ersten Geschoss.

Nach 1933 verlor die Stätte ihre Funktion und der Verein Herberge zur Heimat baute das Gebäude um. Im Betsaal wurden Tages- und Schlafräume eingerichtet. Hier erhielten Obdachlose auf Durchreise eine Unterkunft. Nach 1950 zog hier ein Männeraltenheim ein, das wohl noch bis Mitte der 1980er Jahre bestand, denn 1988 wurden Finanzmittel bewilligt, um hier Wohnungen einzurichten. Seit 2009 war das Haus dann nicht mehr bewohnt.

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