Für ein Modellboot in den Tod?

Aus der Luft und zu Wasser suchten Polizei und Feuerwehr mit Wärmebildkameras nach dem 37-Jährigen. Fotos: Jens Griesbach
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Aus der Luft und zu Wasser suchten Polizei und Feuerwehr mit Wärmebildkameras nach dem 37-Jährigen. Fotos: Jens Griesbach

Ein 37-Jähriger ist am Montag vermutlich im Krakower See ertrunken. Mit einem Großaufgebot suchten Feuerwehr und Wasserschutzpolizei bis zum Einbruch der Dunkelheit nach dem Mann aus dem Landkreis Güstrow – ergebnislos.

svz.de von
28. Februar 2008, 09:34 Uhr

Krakow am See - „Wenn er nicht an Land gefunden wird, gibt es bei den Wassertemperaturen von nur vier Grad kaum noch Chancen, ihn lebend zu finden“, sagte am Nachmittag Thomas Diekel, Einsatzleiter der Wasserschutzpolizei Waren vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt suchten bereits mehrere Boote sowie ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras über zwei Stunden nach dem Vermissten. „Wir werden aber nicht aufhören, bis wir ihn haben“, so Diekel. Taucher sollen am Dienstag um 10.00 Uhr noch zu den Rettungskräften stoßen. Ohne sie sei es schwer, einen Menschen in einer Wassertiefe von sechs bis acht Metern zu finden, auch wenn die Strömung im Uferbereich relativ gering sei, so Polizeihauptkommissar Klaus Manhke von der Wasserschutzpolizei gegenüber SVZ.

Die Suche konzentriert sich auf den Uferbereich des Campingplatzes am Krakower See. Hier ließ der 37-Jährige aus dem Landkreis Güstrow gegen 13 Uhr sein Modellboot fahren. Als es plötzlich ausging und abtrieb, zog er sich bis auf die Unterwäsche aus, sprang ins Wasser und wollte das Boot herausholen. Nachdem er ca. 20 Meter vom Steg der Anlegestelle des Campingplatzes entfernt war, soll er noch nach Hilfe gerufen haben und dann untergegangen sein, schildern Augenzeugen. Die Eltern des 37-Jährigen, die Dauercamper auf dem Campingplatz am Krakower See sind, bekamen das Unglück mit und benachrichtigen die Rettungskräfte. Die Mutter des Vermissten erlitt einen Schock und wurde vom DRK in ihrem Wohnwagen betreut.

Die Helfer trafen schon nach kurzer Zeit in großer Zahl an der Unglücksstelle ein. Neben der Wasserschutzpolizei Waren sowie dem in Laage stationierten Polizeihubschrauber und der Wasserwacht waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Krakow am See, Kuchelmiß und Güstrow den ganzen Nachmittag im Einsatz. Akribisch fuhren sie immer wieder die Stelle ab, an der sie den Vermissten nach Augenzeugenberichten vermuteten. Doch bis Einbruch der Dunkelheit konnten sie ihn nicht finden.

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