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19. November 2017 | 06:19 Uhr

Frommer Eisenzahn

vom

svz.de von
erstellt am 19.Aug.2012 | 05:26 Uhr

Friedrich II. Kurfürst von Brandenburg (1413-1471) ist einer der neun „Promis“, über deren Leben auf den Tafeln berichtet wird. Seine Geschichte:

Friedrich kam mit acht Jahren an den Krakauer Hof, um hier mit seiner zukünftigen Frau, der polnischen Prinzessin Hedwig, aufzuwachsen. Zehn Jahre später starb sie in seinen Armen. Diese traumatische Erfahrung wird auch für seine um Tod, Sünde und Schmerz kreisende Frömmigkeit verantwortlich gemacht. Mit 24 Jahren begann er seine mehr als 30-jährige Herrschaft in der Mark Brandenburg. In dieser Zeit stärkte er die Rechte des Landesfürsten gegen die Interessen der Städte und des Adels, was ihm den Beinamen "Eisenzahn" einbrachte. Trotz dieser positiven Bilanz zog sich Friedrich 1470 nach dem Tod seines einzigen Sohnes und einer militärischen Niederlage in Pommern deprimiert von der Regentschaft zurück. In den ersten Jahren seiner Herrschaft besucht Friedrich jährlich "die würdige Stätte zu Wilsnack und das heilige Sakrament daselbst". In der Kirche stiftete er zwei Altäre. Nachdem er seinem jüngeren Bruder Friedrich "dem Fetten" 1447 die Altmark und die Prignitz abgetreten hatte, kam er seltener nach Wilsnack. Aber als die Wallfahrt durch die Kritik des Magdeburger Erzbischofs und seiner Theologen gefährdet schien, war Friedrich ihr wichtigster Verteidiger. Auf dem Höhepunkt des Konflikts reiste er 1453 nach Rom, um Papst Nikolaus V. zum Eingreifen zu bewegen, was ihm auch gelang.

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