Splitter : Freitags trifft man sich zum Kino

Sie lieben Kino: Ines Wille, Frank Künzel, Uli Töllner, Heide Töllner, Carola Schmidt, Jörg Lindemann und Frank Pillat.
Sie lieben Kino: Ines Wille, Frank Künzel, Uli Töllner, Heide Töllner, Carola Schmidt, Jörg Lindemann und Frank Pillat.

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28. November 2015, 13:02 Uhr

Es sieht ein bisschen wie Möbelgeschäft oder Sozialkaufhaus aus, gesteht Jörg Künzel, Vorsitzender des Kinovereins Sabel mit fast 40 Mitgliedern. Im Kinosaal in Sabel sitzt man gemütlich. Die typische alte Kinobestuhlung ist an den Rand gerückt. Einst war es der Saal der Gaststätte und später Jugendklub, bis drei befreundete Familien 2003 die Idee mit dem Kino hatten. Seither läuft hier alle zwei Wochen freitags oder sonnabends ein Film. Finanziell sei das nur über einen Abspielring möglich, betont Frank Pillat vom Verein. Er verweist auf weitere Veranstaltungen: Lesungen, Kabarett, Puppentheater, kleine Konzerte. In der Adventszeit wird Sabine Zinnecker wieder mit einem Puppenspiel erwartet. Erstmals hatte der Verein in diesem Sommer Freilichtkino in Friedrichshof angeboten. „Ein Erfolg!“, freut sich Frank Pillat.

Uwe Liske übernahm vor 27 Jahren  die Leitung des Herrenhauses. Foto: Archiv
Uwe Liske übernahm vor 27 Jahren die Leitung des Herrenhauses. Foto: Archiv
 

Individualität im Herrenhaus

Friedrichshof Uwe Liske und das Herrenhaus in Friedrichshof sind eng verbunden. 27 Jahre ist es her, dass er  die Leitung des Hauses übernahm.  Damals war das Gutshaus  aus dem Jahr 1849, das zu DDR-Zeiten auch Jugendwerkhof war,  im Eigentum der LPG Pflanzenproduktion Kritzkow/Hohen Sprenz. Die hatte es 1986/87 zu einem Hotel mit Restaurant umbauen lassen. 1988 begrüßte Liske die ersten Gäste. Nach seiner Lehre zum Koch und einem Ökonomiestudium war ihm seine Arbeit am Schreibtisch zu trocken gewesen, so dass er mit seiner Frau aus Magdeburg in die mecklenburgische Idylle nach Friedrichshof kam. Nach der Wende stand er vor der Frage: Weitermachen oder dichtmachen? Er entschied sich, das Herrenhaus privat weiterzuführen.  Heute hat es fünf Appartements mit zehn Betten. Dass es ein wenig versteckt gelegen ist, macht seinen Reiz aus. „Unsere Gäste wollen keine Zimmernummer sein, sondern als Individuum behandelt werden“, denkt Liske.  Gäste kämen aus dem ganzen Bundesgebiet, viele auch aus Skandinavien. Schweden würden gerne einen Zwischenstopp einlegen, berichtet der Hotelier. Gefragt sei sein Haus auch für Familienfeiern oder Firmenjubiläen. Gerade in der Vorweihnachtszeit werde es deshalb nicht einsam in Friedrichshof: Weihnachtsfeiern, Jahresabschlussfeiern… „Für Gesellschaften bis 50 Personen machen wir alles“. sagt Liske.

Im eher grauen November strahlt der Dolgener See besonders viel Ruhe aus.  Die Schwäne sind abgezogen. Foto: Archiv
Im eher grauen November strahlt der Dolgener See besonders viel Ruhe aus. Die Schwäne sind abgezogen. Foto: Archiv

Landschaftsschutzgebiet im Mittelpunkt

Das Landschaftsschutzgebiet Hohen-Sprenzer und Dolgener See mit einer Fläche von 16 Quadratkilometern gibt es seit 1961. Es ist ein Refugium für Naturfreunde, die hier auf seltene Pflanzen stoßen und auch allerlei seltene Vögel beobachten können. Der Dolgener See hat eine Fläche von 78 Hektar, ist 2,95 Kilometer lang und 1,3 Kilometer breit. An der tiefsten Stelle werden 10,8 Meter gemessen. Es ist ein so genannter Rinnensee: Eine Schmelzwasserrinne füllte sich nach dem Rückzug des Eises dauerhaft mit Wasser. Von 1782 bis 1945 gehörte der See zum Rittergut der Familie von Plessen.

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